Seine gute Auftaktrunde war am Tag danach nur noch Makulatur. Der 74 zum Start ins 85. US Masters auf dem Par-72-Kurs in Augusta folgte für Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer am Freitag eine 77. Mit insgesamt 151 Schlägen war das erste Major-Turnier des Jahres für den 63-Jährigen nach dem Halbzeit-Cut vorzeitig beendet.
Dabei hatte der Anhausener bei der 38. Masters-Teilnahme seit 1982 seinen Altersrekord aus dem Vorjahr im Visier. Und nachdem Langer 2020 als ältester Spieler der Masters-Geschichte die beiden Schlussrunden erreicht hatte, besaß er gute Chancen, die Qualifikation für die beiden Schlussrunden erneut zu schaffen.
Stolz hatte er noch seine ersten 18 Löcher kommentiert: "Besonders, wenn man auf das Leaderboard schaut." Da lag der zweimalige Turniersieger aus Anhausen nicht nur gleichauf mit Titelverteidiger Dustin Johnson, sondern auch vor Größen wie Phil Mickelson (75), Bryson DeChambeau oder Rory McIlroy (beide 76). Langer hatte auf den letzten beiden Bahnen mit zwei Bogeys sogar eine noch bessere Ausgangsposition verspielt.
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"Viele große Namen, sogar Favoriten, liegen um diesen Wert herum", sagte Langer, der Platz 30 belegte, nach der ersten Runde. Dabei war es im Vorfeld nicht gut gelaufen für den Routinier.
Vier Schläge fehlten Langer letztlich zur Teilnahme an der zweiten Masters-Halbzeit. Diese nimmt Olympiasieger Justin Rose als Führender in Angriff, der Engländer spielte nach überragender ersten Runde am Donnerstag diesmal nur Par und liegt mit 137 Schlägen (65+72) knapp vor Langers Flightpartner Will Zalatoris (USA) sowie dessen Landsmann Brian Harmann (beide 138).
Am Cut (147 Schläge) gescheitert sind neben Langer unter anderem Titelverteidiger Dustin Johnson (149), der Spanier Sergio Garcia (Masters-Sieger von 2017/148)), der viermalige Major-Sieger Rory McIlroy (Nordirland/150) - und im 58-jährigen Vijay Singh (Fidschi/Masters-Sieger 2000) sowie im 62-jährigen Fred Couples (USA/Masters-Sieger 1992) zwei weitere Altmeister, im Gegensatz zu Langer aber abgeschlagen und chancenlos.

Langer hadert mit Vorbereitung

"Die Vorbereitung war nicht optimal", erklärte Langer bei "Sky": "Ich hatte ein bisschen Rückenprobleme und leichte Knieschmerzen, aber jetzt freue ich mich auf die Saison."
Die Freude währte aber nur kurz. Denn am Freitag ging es gleich mit einem Schlagverlust an Loch eins los. Es folgten weitere Bogeys an der 5, 6, 11, 12 und 18. Ihnen stand lediglich ein Birdie an der 8 gegenüber. Als der zweimalige Masters-Champion seine Runde beendet hatte, lag er vier Schläge hinter der Cut-Linie zurück.
Für Langer, den ältesten Spieler im 88-köpfigen Feld, war es bereits die 38. Teilnahme am Masters. Erstmals war er 1982 gestartet, da waren 64 seiner Konkurrenten nicht einmal geboren. Siege feierte er auf der malerischen Anlage 1985 und 1993.

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Spitzenreiter zu diesem frühen Zeitpunkt war Olympiasieger Justin Rose. Nach seiner 65er-Fabelrunde vom Donnerstag musste der US-Open-Sieger von 2013 tags drauf schwache erste neun Löcher überstehen. Mit drei über Par ging er auf die zweiten neun, auf denen ihm drei Birdies gelangen.
Mit 137 Schlägen lag er vor Langers Flightpartner Will Zalatoris (USA/138) sowie dem Australier Marc Leishman und Jordan Spieth (USA/beide 139). Zahlreiche Spieler waren aber noch auf dem Platz.
Überhaupt nicht in Schwung kam der viermalige Major-Champion McIlroy (Nordirland), der auf seiner schwachen Auftaktrunde zu allem Überfluss mit einem Ball seinen Vater am Bein traf, der sich am Rande des Fairways den Auftritt seines Sohnes anschaute.
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(SID)

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