US Masters: Wunder um Tiger Woods bleibt aus - Comeback in Augusta dennoch außergewöhnlich

Der Sieg war für Tiger Woods schon vor dem Schlusstag außer Reichweite. Das Wunder von Augusta blieb aus. Selbst eine Sensation war weit entfernt, sein Comeback beim US Masters wird dennoch als außergewöhnliche Leistung in die Geschichte eingehen. Mit eisernem Willen, lautstarker Unterstützung und heilenden Händen seines Teams schleppte er sich über den legendären Platz an der Magnolia Lane.

Tiger Woods

Fotocredit: Getty Images

"Jede Nacht", erzählte Woods, hätten die Physiotherapeuten seinen am Tag strapazierten Körper "reparieren" müssen. Jedes Aufwachen begann mit einer neuen Herausforderung. 14 Monate nach seinem folgenschweren Autounfall, bei dem er beinahe sein rechtes Bein verloren hätte, konnte Woods noch nicht wieder der alte Tiger sein, einzig er selbst hatte an den großen Triumph geglaubt.
Doch auch der fünfmalige Masters-Champion musste spätestens nach der dritten Runde im Augusta National Golf Club einsehen, dass es selbst für ihn, den 15-maligen Majorsieger und Ausnahmeathleten, Grenzen gibt. 78 Schläge - so viele hatte er noch nie beim Masters gebraucht - warfen ihn unaufholbar zurück. Am Sonntag verabschiedete er sich mit einer weiteren 78 und insgesamt 13 über Par fernab der Spitze, er setzte den letzten Puut aber mit einem Lächeln.
Er habe "einfach das Gefühl nicht entwickeln" können, sagte Woods (46) nach dem Samstag, an dem er den Anschluss an seinen US-Landsmann und Spitzenreiter Scottie Scheffler endgültig verloren hatte. "Es kommt mir vor, als hätte ich da draußen Tausende Putts gespielt", ergänzte er.
Dabei war der Start so vielversprechend gewesen: Eine 71! Das hatte niemand erwartet. Die Zuschauer jubelten an jedem Loch, die Konkurrenz staunte. Doch schon vor dem Schlusstag musste Woods feststellen, dass er noch nicht bereit ist für weitere Großtaten. Der Körper schmerzt, der Rhythmus fehlt nach der langen Pause. Ein weiteres sportliches Wunder, wie sein Masterssieg 2019 unter starken Rückenschmerzen, muss warten.

Woods überrascht in Augusta alle

Aufgeben wird Woods nicht, das stellte er schon vor dem Ende des Turniers an der Magnolia Lane klar. "Niemals", sagte er und verkündete sein Motto: "Jage immer deinen Träumen hinterher."
Mit dieser Einstellung war Woods überhaupt erst zum Masters in diesem Jahr gekommen. Monatelang hatte er im Frühjahr 2021 im Bett gelegen, war froh, überhaupt noch am Leben zu sein. Im Dezember spielte er mit seinem Sohn Charlie ein erstes Turnier, dennoch hatte niemand mit Woods' Rückkehr in Augusta gerechnet. Doch er überraschte alle.
Ebenfalls nach vorne schaut das deutsche Golf-Idol Bernhard Langer. Nachdem der 64-Jährige bei seiner 39. Teilnahme den Cut verpasst hatte, sprach er schon von einer Rückkehr im nächsten Jahr. "Das habe ich vor", sagte Langer, zweimaliger Masterschampion, bei "Sky".
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(SID)
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Woods zieht Zwischenbilanz: "Habe weiter Fortschritte gemacht"

Quelle: Perform

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