Nach einem verrückten Königsklassen-Krimi mit Happy End blickte Filip Jicha seinen Spielern tief in die Augen - und dem Trainer des THW Kiel gefiel, was er sah. "Ich kam gerade in die Kabine und habe eine Mannschaft gesehen, die noch nicht satt ist", berichtete der angriffslustige THW-Coach im Anschluss an das 36:35 (29:29, 18:13) nach Verlängerung gegen das ungarische Topteam Veszprem HC.
Im Endspiel am Dienstagabend (20:30 Uhr live auf Eurosport 1, Eurosport mit JOYN und im Liveticker bei Eurosport.de) will der deutsche Rekordmeister zum vierten Mal den europäischen Handball-Thron besteigen. Im Finale der Champions League wartet in der Kölner Arena allerdings kein geringerer als der Rekordsieger FC Barcelona. Jenes Team, das in der Königsklasse eine 22 Spiele andauernde Siegesserie vorzuweisen hat.
Derartige Statistiken interessierten die Kieler nach dem Halbfinal-Thriller mit Überlänge am späten Montagabend aber ebenso wenig wie Fragen nach womöglich fehlender Energie für das Endspiel. "Es ist ein Champions-League-Finale, da spielt die Kraft keine Rolle", sagte Kiels Ausnahmespieler Sander Sagosen lachend.
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Der Norweger hatte mit seinen Teamkollegen eine "wahre Achterbahnfahrt" erlebt, wie er selbst sagte. Nach einer starken ersten Hälfte mit einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Vorsprung gerieten die Zebras nach der Pause mit vier Treffern in Rückstand - und sahen eigentlich wie der Verlierer aus.

Kiel trotzt fragwürdigen Entscheidungen

Doch das Team stemmte sich gegen die Pleite und steckte auch viele fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen wie eine Rote Karte gegen Nationalspieler Patrick Wiencek in der turbulenten Verlängerungen weg. Niclas Ekberg traf schließlich zum 36. und entscheidenden Kieler Tor, Veszprems letzten Versuch bei einem Freiwurf blockte der Schwede auf der Gegenseite anschließend mit seinem Gesicht.

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"Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben heute auf dem höchsten Level gespielt", schwärmte Jicha, der seinem Team für Dienstag ein spätes Frühstück in Aussicht stellte. Danach heißt es: Kraftsammeln für den Showdown mit den Spaniern. "Wir werden da sein und versuchen, Barca zu stoppen", versicherte der THW-Trainer.
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