Deutsche Handballerinnen verlieren auch das zweite Qualifikationsspiel gegen Ex-Weltmeister Niederlande

Die deutschen Handballerinnen haben auch das zweite EM-Qualifikationsspiel binnen 48 Stunden gegen Ex-Weltmeister Niederlande verloren. In Rotterdam unterlag das Team von Bundestrainer Henk Groener den Gastgeberinnen mit 29:30 (17:15). Der Siegtreffer für Oranje fiel 16 Sekunden vor Schluss, nachdem Deutschland die gesamte Partie über geführt hatte. Beste deutsche Werferin war Alina Grijseels (7).

Deutsche Handballerinnen verlieren auch das zweite Qualifikationsspiel gegen Ex-Weltmeister Niederlande

Fotocredit: Getty Images

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung, aber ohne das nötige Glück haben die deutschen Handballerinnen auch das zweite Spiel gegen Ex-Weltmeister Niederlande in der EM-Qualifikation mit 29:30 (17:15) verloren.
16 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte die langjährige Bundesligaspielerin Lois Abbingh in Rotterdam den Siegtreffer für die Gastgeberinnen - es war die erste und einzige Führung für Oranje im gesamten Spielverlauf.
Beste Werferinnen für das Team von Bundestrainer Henk Groener waren Kapitänin Alina Grijseels vom deutschen Meister Borussia Dortmund mit sieben sowie Maike Schirmer und Kreisläuferin Luisa Schulze mit je vier Treffern.
Für die Niederlande traf Rechtsaußen Angela Malestein sechsmal. Im ersten Vergleich am Donnerstag in Krefeld hatte es noch eine deutliche 25:31-Niederlage der deutschen Mannschaft gegeben.

Groener: "Haben uns deutlich verbessert"

"Ich denke, wir haben uns deutlich verbessert und unsere Lehren aus dem ersten Spiel gezogen", sagte Groener: "Wir haben über 60 Minuten eine gute Leistung gezeigt, und ich glaube, wir hätten mehr verdient, haben es aber am Ende nicht umsetzen können." Kapitänin Emily Bölk wusste noch gar nicht so recht, "wo ich dieses Chaos der letzten fünf Minuten einordnen soll, aber insgesamt war auf jeden Fall eine Steigerung da".
Angeführt von den beiden Kapitäninnen Bölk und Grijseels und gestützt auf die starken Torhüterinnen Katharina Filter und Isabell Roch ließ die DHB-Auswahl von Beginn an keine Zweifel an ihren Ambitionen zu. Die Gastgeberinnen liefen vor der Pause immer einem Rückstand nach, selbst ein Unentschieden gab es nicht. 1500 Zuschauer im ausverkauften Topsportzentrum mühten sich vergebens, ihr Team nach vorne zu bringen.

Deutschland in der Schlussphase zu unkonzentriert in der Abwehr

Die zweite Hälfte begann mit etwas anderen Vorzeichen, die Niederlande konnten immer wieder ausgleichen, schafften es aber nie, die Führung zu übernehmen. In Situationen, in denen das Groener-Team auf einmal wieder unerklärliche Schwankungen in Angriff und Abwehr zeigte, waren es immer wieder Filter und die überragende Roch zwischen den Pfosten, die ihre Mannschaft im Spiel hielten. Am Ende agierte Deutschland zu lässig im Angriff und zu unkonzentriert in der Abwehr, ein Drei-Tore-Vorsprung kurz vor dem Ende reichte nicht zum Sieg.
Das Ziel EM-Qualifikation dürfte dennoch kein Problem sein, da die Europäische Handballföderation (EHF) das ursprünglich für April vorgesehene Auswärtsspiel beim suspendierten belarussischen Team mit 2:0 Punkten und 10:0 Toren für die DHB-Auswahl wertete. Die noch ausstehende Partie im April in Griechenland muss Deutschland gewinnen, allerdings hatte es im Hinspiel bereits ein deutliches 36:10 gegeben.
(SID)
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