Handball-EM: Christian Schwarzer stellt sportlichen Wert des Turniers in Ungarn un der Slowakei infrage

Nach dem Corona-Ausbruch bei den deutschen Handballern hat der frühere Nationalspieler Christian Schwarzer den sportlichen Wert der Europameisterschaft infrage gestellt. "Es wäre bitter und für unsere Sportart schlecht, wenn am Ende die Mannschaft Europameister werden würde, die die wenigsten Coronafälle hat", erklärte der Weltmeister von 2007 im Interview mit "Spox".

Christian Schwarzer im DHB-Trikot

Fotocredit: Getty Images

Das Turnier bewege sich "in Richtung Farce, das muss man so sagen", befand der 52-Jährige.
Am Montag waren sechs Nationalspieler, darunter die beiden 2016-Europameister Andreas Wolff und Kai Häfner, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuvor hatte es bereits bei Julius Kühn einen positiven Befund gegeben.
Im Vorfeld und während des Turniers in der Slowakei und in Ungarn hatten auch andere Nationen zahlreiche positive Fälle vermeldet.
Schwarzer warnte zudem vor möglichen negativen Folgen für die Sportart Handball durch den Umgang mit der Corona-Situation. "Wir müssen aufpassen, dass es am Ende nicht heißt: Die Handballer sind nicht ganz dicht und haben noch nie etwas von Corona gehört", sagte er und ergänzte mit Blick auf die infizierten Spieler: "Wenn einer von den Jungs gesundheitliche Schäden davontragen würde, wäre das der absolute Super-GAU."
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Quelle: Eurosport

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