Handball-EM: Portugal wütet bei Niederlage gegen Deutschland nach Schlusspfiff - Treffer von Renars Uscins irregulär?
Update 22/01/2026 um 21:44 GMT+1 Uhr
Die deutschen Handballer sind mit einem wichtigen Sieg in die EM-Hauptrunde gestartet. Die DHB-Auswahl setzte sich gegen Portugal nach einer hitzigen Schlussphase mit 32:30 durch. Nach der Schlusssirene kam es zu heftigen Protesten der Portugiesen, die das entscheidende Tor von Renars Uscins als irregulär werteten und ihrem Ärger gegenüber den Schiedsrichtern deutlich Luft machten.
Portugal beschwerte sich nach dem Schlusspfiff vehement bei den Schiedsrichtern
Fotocredit: Getty Images
14 Sekunden vor Schluss verkürzte Martim Costa für Portugal. Andreas Wolff brachte den Ball wie üblich zu Justus Fischer, der – umringt von portugiesischen Spielern – zum Anwurfkreis schritt.
Bereits in dieser Szene monierten einige der "Heróis do Mar" ein mögliches Zeitspiel der deutschen Mannschaft. Der Kreisläufer vom TSV Hannover-Burgdorf spielte den Ball beim Anwurf zu Renars Uscins, der mit der Schlusssirene zum 32:30-Endstand traf. Der Linkshänder befand sich dabei bereits in der Hälfte der Portugiesen.
Während die DHB-Auswahl den Sieg feierte, musste sich das schwedische Schiedsrichtergespann Mirza Kurtagic und Mattias Wetterwik Beschwerden aus dem portugiesischen Lager anhören. Besonders energisch trat Trainer Paulo Pereira auf, der nach dem Handschlag mit Bundestrainer Alfred Gislason auf die Referees zustürmte.
Es folgte eine kurze Phase der Unruhe, in der Spieler und Trainerteam einen Videobeweis forderten. "Mindestens ein Spieler befindet sich auf der anderen Seite, als er pfeift. Das ist ein Fehler. Er muss das Spiel unterbrechen und neu anpfeifen. Das war ein irreguläres Tor", sagte Pereira nach der Partie beim dänischen Sender TV2.
Renars Uscins' Treffer irregulär
Auch Spielmacher Rui Silva äußerte deutliche Kritik: "Das Problem ist, dass sich vor dem Pfiff des Schiedsrichters kein deutscher Spieler in unserer Hälfte befinden darf. Und dort standen zwei deutsche Spieler. Vielleicht kenne ich aber auch die Regeln nicht", erklärte der Akteur von Xico Andebol.
Tatsächlich hatten die Portugiesen mit ihrer Beschwerde recht. Der Treffer hätte nicht zählen dürfen, da sich sowohl Uscins als auch Miro Schluroff bereits vor dem Anpfiff des Anwurfs durch Fischer in der gegnerischen Hälfte befanden. Erst nach dem Pfiff hätten sie die Mittellinie überqueren dürfen.
Am Ende blieb es dennoch beim wichtigen Sieg der deutschen Mannschaft, die es in der Hauptrunde noch mit Norwegen, Rekordweltmeister Dänemark und Titelverteidiger Frankreich zu tun bekommt.
Erst nachdem der überragende Andreas Wolff als Spieler des Spiels ausgezeichnet worden war, beruhigte sich das portugiesische Lager etwas. Portugal hatte in der Gruppenphase zuvor mit einem Überraschungserfolg gegen Dänemark aufhorchen lassen.
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Knapp geschlagen: Deutschland kämpft bis zum Schluss um WM-Titel
Quelle: Eurosport
Ergebnisse
Deutschland
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32
30
Portugal
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