Handball-EM 2026: Spionage bei Auszeit: Portugiese Miguel Neves hört per Tablet bei Auszeit der Norweger heimlich mit
VonJan Zesewitz
Publiziert 27/01/2026 um 18:32 GMT+1 Uhr
Der Portugiese Miguel Neves griff beim 35:35 seiner Mannschaft gegen Norwegen zu ungewöhnlichen Hilfsmitteln. In einer Auszeit griff er zu einem Tablet und belauschte damit die Auszeit seiner Gegner. Seine Spionage war von Erfolg gekrönt: Beim Unentschieden kassierten die Portugiesen in den letzten Sekunden kein Gegentor mehr und sicherten sich so einen wichtigen Punkt in der Hauptrunde.
"Knallt einfach drauf und trifft": DHB-Team feiert Schluroff
Quelle: SID
Der europäische Handballverband EHF reagierte deutlich auf den Vorfall: "Seitens der EHF herrscht ein völliges Unverständnis dafür, dass solche Hilfsmittel, die Spieler und Trainer aus taktischen Gründen unterstützen sollen, auf diese Weise eingesetzt werden sollten", ließ der Verband gegenüber der dänischen Tageszeitung "Dagbladet" verlauten.
Neves hatte bei seiner Aktion ein Ass im Ärmel: "Ich habe drei Jahre lang in Norwegen gespielt und habe eine norwegische Freundin, daher spreche und verstehe ich Norwegisch", sagte der Portugiese. "Ich habe versucht, mir einen kleinen Vorteil zu verschaffen und herauszufinden, was sie tun würden. Dann konnte ich die Abwehr vorbereiten."
Durch das Unentschieden haben Portugal und Norwegen mit jeweils drei Punkten vor dem letzten Hauptrundenspiel ihre Chance gewahrt, zumindest das Spiel im Platz fünf zu erreichen.
Dafür wäre aber eine Niederlage der Franzosen gegen die deutsche Mannschaft erforderlich.
Das könnte Dich auch interessieren: Matchball vergeben: Handballer verlieren gegen Dänemark
Werbung
Werbung