Brand noch bis 2013 im Amt

Bis 2013, dann ist Schluss. Bundestrainer Heiner Brand will seinen Vertrag beim DHB zwar erfüllen, aber wohl nicht verlängern. "Ich werde sicherlich am Ende des Vertrags 2013 zu der Erkenntnis kommen: Das war es jetzt als Trainer", erläuterte der "Mann mit dem Schnauzer" gegenüber der Sport-Bild.

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Als Grund gab der 58-Jährige an, dass die "Altersschere zu den Spielern dann ein bisschen weit auseinander" gehe. Das ganz große Ziel für Brand in den kommenden Jahren sind die Olympischen Spiele 2012 in London, denn Olympia-Gold fehlt noch in der Titel-Sammlung des Erfolgs-Trainers. "Die olympische Goldmedaille wäre ein sehr schöner Abschluss für mich", hatte Brand im Gespräch mit eurosport.yahoo.de erklärt.
Brand, der die Nationalmannschaft am 1. Januar 1997 übernahm, hatte bereits 2007 nach dem Gewinn des WM-Titels im eigenen Land für einen Moment über das Ende seiner Amtszeit nachgedacht. "Kurzfristig war der Gedanke da. Das war noch auf dem Spielfeld. Da habe ich zu Christian Schwarzer gesagt, dass ich jetzt eigentlich aufhören müsste. Ich bin dann aber zu der Überzeugung gelangt, dass meine Aufgabe beim Nationalteam absolut passt und mir auch am meisten Spaß macht", erinnerte sich der Gummersbacher an die Heim-WM.
"Heiner soll Präsident werden"
Eine Doppelfunktion als Trainer des Nationalteams und Vereins-Coach - im Handball nicht unüblich - hätte sich Brand ebenfalls vorstellen können, doch da spielt der Deutsche Handball-Bund (DHB) und die Bundesliga (HBL) nicht mit. "Ich hätte das eine Zeit lang wirklich sehr gerne gemacht. Leider war das aber nicht möglich, denn mein Vertrag beim DHB untersagt das ausdrücklich - das gilt zumindest für einen Klub aus der 1. und 2. Bundesliga. Auch die Handball-Bundesliga (HBL) will das, aus welchen Gründen auch immer, nicht."
Dagegen steht einer Aufgabe als Funktionär nach 2013 wohl nichts im Wege. "Eine Rolle zu übernehmen, wie es Franz Beckenbauer getan hat, das ist immer eine Überlegung wert. Aber DHB-Präsident möchte ich nicht unbedingt werden", erklärte Brand, der 1978 auch als Spieler Weltmeister wurde. Der ehemalige Handball-Star Stefan Kretzschmar forderte derweil: "Heiner soll Präsident werden." Und auch der aktuelle DHB-Präsident, Ulrich Strombach, traut Brand das Präsidenten-Amt zu: "Fähig dazu ist er. Heiner hat zehnmal so viel Ahnung wie ich vom Handball und noch ein Wirtschaftsstudium im petto."
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