Olympia 2021 - Handball: Johannes Bitter giftet gegen Spanien und wirft Unsportlichkeit vor

Nach der knappen 27:28 (13:12)-Niederlage der deutschen Handballer hat DHB-Torwart Johannes Bitter das Verhalten der Spanier während der Schlussphase des Spiels kritisiert. In dieser seien "Sachen passiert, die man im Handball nicht sehen möchte", sagte der 38-Jährige im "ZDF"-Interview. Konkret meinte er einen "Gegenspieler, der mit Absicht den Ball nass macht, damit wir einen Nachteil haben".

Johannes Bitter (l.) im Spiel Deutschland gegen Spanien

Fotocredit: Getty Images

Bitter versah seinen Vorwurf mit einem weiteren Seitenhieb: "Vielleicht bin ich nicht auf dem Niveau, dass ich das machen muss."
Die Schlussphase hatte für viel Aufregung gesorgt. Zweieinhalb Minuten vor Abpfiff ging die DHB-Auswahl durch einen verwandelten Siebenmeter von Uwe Gensheimer in Führung. Die Mannschaft verpasste es aber, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Stattdessen drehten die Spanier die Partie - begünstigt durch drei fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns zu ihren Gunsten.
Nach dem Ausgleich durch Alex Dujshebaev wurde ein Tor von Linksaußen Marcel Schiller wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls nicht anerkannt. Der Spanier Ferran Solé war durch den Sechsmeter-Raum gelaufen, bevor es zum Zusammenstoß mit Schiller kam. In der Szene danach traf Dujshebaev - beging zuvor wohl aber einen Schrittfehler, der nicht geahndet wurde. Kurz vor dem Abpfiff wurde erneut auf Stürmerfoul entschieden, dieses Mal gegen den deutschen Rückraumspieler Steffen Weinhold. Wieder war die Entscheidung fragwürdig.
Eurosport-Experte Pascal Hans war während der Live-Übertragung und auch bei der Analyse am Touchscreen nach dem Spiel wegen der Schiedsrichter-Leistung in der Schlussphase wütend: "Ich bin immer noch auf 180, wenn ich die Schlussszenen sehe. Denn die zwei Schiedsrichterentscheidungen am Ende kann ich nicht akzeptieren und machen mich stinksauer. Das Stürmerfoul gepfiffen an Marcel Schiller ist ein skandalöses Urteil. Der spanische Verteidiger rennt auf den Weg nach außen durch den Kreis, verkürzt dadurch seinen Weg zum Angreifer - dadurch darf es gar kein Stürmerfoul sein."
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"Skandalös!" Hens regt sich über Deutschland-Niederlage auf

Quelle: Eurosport

Der deutschen Mannschaft bescheinigte Hens, ein gutes Spiel abgeliefert zu haben. "Man sollte jetzt nicht rumheulen, sondern sich an der Leistung der deutschen Auswahl erfreuen. Es wäre wichtig für die Jungs, ein enges Spiel auch mal zu gewinnen. Heute hätten sie es definitiv verdient gehabt, die Schiris wollten es am Ende nicht so. Vielleicht sollte man mal über einen Video-Beweis in den letzten 60 Sekunden nachdenken", sagte der Weltmeister von 2007.
Auch Bundestrainer Alfred Gislason und Rückraumspieler Philipp Weber äußerten sich nach dem Spiel zu den strittigen Schiedsrichterentscheidungen. "Ich muss mir das nochmal in Ruhe angucken, aber ich glaube, dass keines von beiden ein Stürmerfoul war", sagte der DHB-Trainer. Philipp Weber sagte: "Ich bemühe mich gerade, Worte zu finden, weil ich echt sauer bin. Aber natürlich hätten wir schon vorher den Sack zumachen müssen. Das war Spitz auf Knopf und am Ende sehr ärgerlich für uns."
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Tokyo 2020 - Spain vs Germany - Handball - Olympic Highlights

Quelle: Eurosport

So sorgte nicht nur das Verhalten der Spanier für schlechte Stimmung beim deutschen Team.
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"Unfassbar!" Drei fragwürdige Entscheidungen bringen Deutschland um Sieg

Quelle: Eurosport

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