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U20-EM Handball: Deutschland kassiert Pleite gegen Portugal - Hauptrunde gegen skandinavisches Trio
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Publiziert 13/07/2024 um 22:43 GMT+2 Uhr
Am 20. Geburtstag von Elias Newel haben die deutschen Junioren die erste Niederlage bei der U20-Europameisterschaft in Slowenien. Aber trotz des 17:21 (11:9) gegen Portugal am Samstagabend in Lasko zog die DHB-Auswahl in die Hauptrunde der besten acht Mannschaften ein, weil sie dank der besseren Tordifferenz bester Gruppenzweiter der Gruppe A bis C wurde. Dort wartet nun ein skandinavisches Trio.
Highlights: Deutschland vergibt Vier-Tore-Führung gegen Portugal
Quelle: Eurosport
Ab Montag geht es gegen die Sieger der Gruppen D bis F weiter, allesamt aus Skandinavien: Dänemark, Schweden und Norwegen, die verlustpunktfrei ihre Gruppen beendet haben. In der zweiten Hauptrundengruppe treffen Österreich, Portugal, Spanien und Island aufeinander.
Bester Werfer gegen Portugal war Jan Schmidt mit sechs Treffern. Hauptgrund für die Niederlage war die schwache Trefferausbeute, nach dem Seitenwechsel gelangen dem Team von Bundestrainer Martin Heuberger nur noch sechs Tore, die letzten acht Minuten verlor man mit 0:7.
Im fünften Spiel innerhalb eines Jahres gelang den Portugiesen der dritte Sieg - und damit die Revanche für die Niederlage im Spiel um Platz fünf bei der U19-Weltmeisterschaft 2023.
Die ersten 13 Minuten waren komplett ausgeglichen, dann setzte sich Deutschland auf 8:5 ab - und hätten zum Seitenwechsel deutlicher als 11:9 führen können, vergab aber zu viele Chancen. Das hatte seinen Grund: Die beiden besten Spieler der ersten Hälfte waren die Torhüter: Frederik Höler und der Portugiese Diogo Marques standen beide auf 40 Prozent abgewehrten Bällen nach 30 Minuten. Und beide waren am Ende auch gleichauf mit 13 Paraden - an Höler hat es also definitiv gelegen.
Heuberger: "Niederlage hat schon wehgetan"
"Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, unsere starke 5:1-Abwehr hat Portugal vor Probleme gestellt. Aber wir haben vergessen, unsere Chancen reinzumachen - und das setzte sich auch nach der Pause fort", sagte Heuberger. Die DHB-Defensive zeigte auch nach dem Seitenwechsel eine starke Leistung gegen das permanente 7-6 der Portugiesen, aber im Angriff wurden weiterhin zu viele Chancen vergeben, Ausnahme war wie gegen Griechenland Kreisläufer Jan Schmidt, der sich immer wieder in Szene setzte.
Mit seinem sechsten Treffer sorgte der Dormagener für das 15:11 deutsche Mannschaft, die danach aber elf Minuten ohne Torerfolg blieb. Portugal kam auf 14:15 heran. Da konnte noch niemand ahnen, dass das 17:14 in der 52. Minute der letzte deutsche Treffer der Partie sein würde. Beim 18:17 ging Portugal erstmals in Führung (57.)., beim 17:19 nahm Martin Heuberger seine letzte Auszeit, aber auch die beiden nächsten Angriffe seiner Mannschaft wurden von Torwart Marques abgewehrt – am Ende hieß es aus deutscher Sicht 17:21.
"Wir hatten nach der Pause so viele Fehlwürfe und viele technische Fehler, da war auch eine gewisse Müdigkeit nach drei Spielen in vier Tagen zu sehen. Das Spiel war aber knapper, als es das Endergebnis aussagt", meinte Heuberger: "Diese Niederlage hat schon wehgetan."
Nach einem spielfreien Tag geht es am Montag weiter in der Hauptrunde, erst gegen Dänemark, am Dienstag gegen Norwegen und am Donnerstag gegen Schweden (Uhrzeiten stehen noch nicht fest, alle Spiele live und on-demand bei discovery+). Und auch wenn es nun gegen drei Topnationen geht, meint der Bundestrainer: "Die andere Gruppe ist auch nicht einfacher. Wenn man ins Halbfinale und um eine Medaille spielen will, muss man da durch. Wir werden unser Bestes geben und sehen, was rauskommt. Das Gute ist, dass mit dem neuen Modus alle bei null anfangen und keiner Punkte mitnimmt."
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