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U20-EM 2024: Deutschland zieht ins Halbfinale ein - Connar Battermann mit dem entscheidenden Tor
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Publiziert 18/07/2024 um 21:48 GMT+2 Uhr
Was für ein Spiel, und wie sehr sich dieses Unentschieden nach einem Sieg anfühlt: Im letzten Hauptrundenspiel der U20-Europameisterschaft erkämpfte die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Jahrgänge 2004 und jünger gegen Schweden ein 27:27 (16:15)-Remis – nach einem Drei-Tore-Rückstand und 23 Sekunden vor Schluss Connar Battermanns fulminanten Wurf ins Halbfinal-Glück.
Highlights: Kracher kurz vor Schluss sichert Deutschland Halbfinale
Quelle: Eurosport
Gegenüber den punktgleichen Schweden besitzt das Team von Bundestrainer Martin Heuberger die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Bereits am morgigen Freitag folgt die nächste Etappe: Gegner im Halbfinale wird Portugal sein.
Beide Teams waren bereits in der Vorrunde aufeinandergetroffen – was aus deutscher Sicht mit einer 17:21-Niederlage geendet war. Den zweiten Finalisten spielen Dänemark und Spanien aus. Die Medaillenspiele finden am Sonntag statt.
"Es war unglaublich, denn eigentlich war das Spiel beim 24:27 weg", sagte Heuberger. "Unsere Mannschaft hat jetzt einen Reifeprozess gemacht. Es war eine ähnliche Situation gegen Portugal und Dänemark, als wir ebenfalls gut mithielten und teilweise auch in Führung lagen. Heute kam die Mannschaft aber trotz einiger Fehler zurück. Das zeigt, dass die Spieler in diesem Turnier etwas gelernt haben, und das stimmt mich sehr positiv."
"Die Jungs haben heute in der Abwehr enorm viel Kraft über 40 Minuten im 6:7 gelassen. Jetzt ist es wichtig, dass wir schnell in die Regeneration kommen und uns auf das morgige Spiel gegen Portugal vorbereiten."
DHB-Team lässt Chancen liegen
"Gratulation an das gesamte Team plus Staff. Das war ein fesselndes Spiel mit hohem taktischen Niveau und an Spannung nicht zu überbieten. Die Jungs haben exakt das Ergebnis erreicht, das sie brauchten. Emotional und mental waren die Jungs immer voll da. Jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale gegen Portugal", sagte Axel Kromer, der zum gefühlten Viertelfinale angereiste Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes.
Nach ausgeglichenem Start (4:4/9.) kam der Turnaround zu Gunsten des DHB-Teams erst nach 8:9-Rückstand. Dank der "sehr aktiven, jagenden Verteidigung" (Kromer) in Verbindung mit Frederik Hölers Paraden wuchs der Druck auf Schweden.
Kreisläufer Jan Schmidt mit Energie zum 9:9, Jarnes Faust via Rechtsaußen und Fritz-Leon Haake im Konter zum 11:9 (18.) – Schweden versuchte darauf, im 7.6 zu antworten, doch David Móré sattelte direkt das 12:9 (19.) auf. Einziges Manko der ersten Halbzeit: Die Chance zum weiteren Ausbau des Vorsprungs blieb ungenutzt.
Keeper Buchele hält Halbfinale fest
Nach dem Seitenwechsel brachte Heuberger frische Kräfte. Das DHB-Team lebte von der weiter energischen Abwehr und Hölers Paraden, doch eine achtminütige Flaute im eigenen Angriff und der erstarkende schwedische Torwart Arvid Skoog führten nach 41 Minuten zu einem 18:21-Rückstand.
Fritz-Leon Haake & Co. brauchten lange Zeit, um Schweden wieder zu packen. Dass Marvin Siemer zum 23:24 (50.) verkürzte, konterte Schweden mit einem Doppelschlag in Überzahl. Doch nach 54 Minuten war Schluss mit schwedischen Torerfolgen – mit drei Paraden des eingewechselten Julian Buchele (Heuberger: "Da haben Torwarttrainer Daniel Sdunek und ich auf unser Bauchgefühl gehört") sowie Toren von Jarnes Faust und Nicholas Schley zum 26:27 war Deutschland zurück im Geschäft – der ersehnte Ausgleich war ein Kraftakt.
Nah am Zeitspiel donnerte Connar Battermann schließlich sein Team ins Halbfinal-Glück. Schweden kam nur noch zu einem direkten Freiwurf, der in der deutschen Abwehr hängenblieb.
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Quelle: Eurosport
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