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Handball-WM | Deutschland besiegt Korea im Eröffnungsspiel deutlich

"Super Auftakt": DHB-Team lässt Korea keine Chance
Von SID

10/01/2019 um 19:55Aktualisiert 10/01/2019 um 22:24

Die deutschen Handballer sind mit dem erwartet klaren Sieg in die Heim-WM gestartet. Das Team von Bundestrainer Christian Prokop setzte sich im Eröffnungsspiel in Berlin gegen Außenseiter Korea mit 30:19 (17:10) durch. Vor den Augen von 13.500 Zuschauern, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und IOC-Präsident Thomas Bach, war Uwe Gensheimer (7 Tore) Deutschlands bester Werfer.

Der erleichterte Bundestrainer klatschte mit jedem seiner Spieler ab, der Bundespräsident applaudierte auf der Tribüne begeistert: Die deutschen Handballer haben bei der Heim-WM einen Traumstart hingelegt und durch das souveräne 30:19 (17:10) gegen das vereinte Team Korea für eine schwarz-rot-goldene Eröffnungsparty gesorgt.

Kapitän Uwe Gensheimer, der bärenstarke Torhüter Andreas Wolff und Co. winkten nach dem gelungenen Start in ihre Medaillen-Mission freudestrahlend ins Publikum und genossen die Atmosphäre. "Wir haben diesen Tag herbeigesehnt und alles dafür investiert. Wir waren schon angespannt. Alle Spieler haben ins Turnier gefunden", sagte Prokop im ZDF.

Gensheimer, mit sieben Treffern bester Werfer der deutschen Mannschaft, sagte:

"Für den Auftakt war das super. Für uns war ein guter Start wichtig. Die Atmosphäre war ein überragendes Erlebnis. Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt."

Deutschland setzt Serie fort

Durch den locker herausgespielten Erfolg gegen den international zweitklassigen Gegner setzte der dreimalige Weltmeister eine bemerkenswerte Serie fort. Die letzte Auftaktniederlage bei einer WM hatte es vor 45 Jahren gegen Dänemark (11:12) gegeben. Mit einem weiteren Sieg am Samstag (18:15 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) gegen Brasilien kann das deutsche Team die Weichen für den Einzug in die Hauptrunde stellen. Gegen Brasilien wird es aber eine andere Nummer", sagte Gensheimer.

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Unter den Augen von Steinmeier, der die 26. WM vor dem Anwurf offiziell eröffnete, und IOC-Boss Thomas Bach wurde vor 13.500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena in der einstigen Mauerstadt Berlin ein Kapitel Vereinigungs-Geschichte geschrieben. Erstmals traten die politisch verfeindeten Brüder-Nationen aus Korea bei einer Handball-WM mit einem gemeinsamen Team an und begaben sich damit auf eine weltweit beachtete Friedensmission. "Das ist ein großartiges Zeichen, wenn in der vormals geteilten Stadt Berlin nun ein vereinigtes koreanisches Team antritt", sagte Bach.

Davon ließ sich der Gastgeber aber ebenso wenig beeindrucken wie von bissigen Kommentaren des aussortierten Ex-Europameisters Tobias Reichmann wenige Stunden vor dem Turnierstart. Der in allen Belangen überlegene Olympia-Dritte bot eine konzentrierte Leistung.

Klarer Sieg nie gefährdet

Nach einem Tempogegenstoß sorgte Gensheimer gegen den besonders körperlich unterlegenen Dritten der Asienmeisterschaft für eine beruhigende 6:2-Führung (9.). Durch einige Zeitstrafen brachte sich das DHB-Team zwar kurzzeitig aus dem Konzept, doch nach dem 8:6 (15.) zogen die Gastgeber das Tempo wieder an. "Eine tolle Stimmung, die das Spiel emotional am Anfang auch ein bisschen aufgeheizt hat", lautete Steinmeiers Zwischenfazit.

Wolff war ab Mitte der ersten Halbzeit endgültig auf Betriebstemperatur, die Abwehr erkämpfte sich immer wieder Bälle und im Angriff funktionierte das Anspiel auf die Kreisläufer glänzend. Mit seinem vierten Tor traf Rückraumspieler Steffen Fäth zum 15:8 (27.). "Auch wenn wir überlegen sind, müssen wir konzentriert bleiben", forderte Gensheimer in einer Auszeit. Seine Mitspieler gehorchten.

Auch nach dem Wechsel geriet der Erfolg nie in Gefahr. Prokop konnte angesichts der deutlichen Führung in Abwehr und Angriff verschiedene Varianten und unterschiedliches Personal testen.

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