Handball-WM: Pascal Hens exklusiv zu den Chancen des deutschen Teams: "Ab dem Viertelfinale ist alles möglich"

Die Handball-WM 2025 hat begonnen und heute steigt das deutsche Team gegen Polen ins Turnier ein. In seiner exklusiven Vorschau ist Eurosport-Experte Pascal Hens zuversichtlich, was die Chancen der DHB-Mannschaft angeht. Deutschland geht nach furiosen Olympischen Spielen mit dem Gewinn der Silbermedaille als Mitfavorit in das Turnier in Dänemark, Kroatien und Norwegen.

Hens exklusiv über das deutsche Team: "Das ist Pflicht"

Quelle: Eurosport

Bei allem Optimismus dämpft Hens aber die Erwartungen all jener, die nach Olympia bereits mit dem WM-Titel des DHB-Teams rechnen. "Meine Zielvorgabe ist mindestens das Viertelfinale", sagte der Weltmeister von 2007. "Natürlich ist die Euphorie nach einem Turnier wie Olympia groß. Das Team hat nach der Heim-EM im Januar 2024 in Frankreich den nächsten Schritt gemacht."
Für den Weg bis in die K.o-Phase sieht der Eurosport-Experte in seiner exklusiven Vorschau keine größeren Probleme auf die deutsche Mannschaft zukommen: "Der Weg ins Viertelfinale ist eigentlich gut für das DHB-Team. In einer Gruppe mit Polen, Tschechien und Schweiz müssen wir nach den Vorleistungen eigentlich Erster werden."
In der Hauptrunde ginge es allerdings dann wahrscheinlich gegen den Topfavoriten: "Dann würden die Dänen warten, die wohl derzeit beste Mannschaft der Welt", so Hens in seiner Analyse. "Das wäre schon eine große Überraschung, wenn man da etwas mitnehmen könnte. Die anderen Mannschaften sollten schlagbar sein, dann wäre man im Viertelfinale."
Aus den Vierer-Gruppen in der Vorrunde qualifizieren sich die ersten drei Mannschaften für die Hauptrunde. Dort treffen sie auf die drei Mannschaften der Nachbargruppe, aus den insgesamt fünf Ergebnissen wird die Gesamttabelle erstellt. Nur die beiden bestplatzierten Teams der vier Hauptrundengruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale.
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Hens über die WM-Favoriten: Das sind die Titelkandidaten

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Hens zum deutschen Kader: "VErantwortung verteilen"

Nach den Eindrücken von Olympia ist eine gestiegene Erwartungshaltung und Euphorie gegenüber der deutschen Mannschaft spürbar. Zu viel Druck für das junge Team? "Das wird kein Problem sein, die Mannschaft hört gar nicht so sehr auf die Einflüsse von außen", meinte Hens. "Das Team hat eine Super-Chemie und sind über die letzten Monate eingespielt. Mit dem Rückenwind von Olympia freuen sich die Jungs einfach auf das Turnier und ich glaube, dass die Mannschaft ein Basis-Level hat, das sie immer abrufen kann. Das war in der Vergangenheit nicht immer so."
Selbst wenn das Team also nur das Mindestmaß seines Leistungsvermögens abrufen könnte, wäre das für viele Mannschaften ausreichend, um den Sieg davonzutragen. Ein Erfolgsrezept der DHB-Auswahl laut dem Experten: Die Ausgeglichenheit des Kaders.
"Trainer Alfred Gislason musste auf ein paar Verletzungen reagieren, insbesondere von Jannik Kohlbacher und Sebastian Heymann", sagte Hens zum deutschen WM-Kader. "Dafür haben wir jetzt mit Justus Fischer jemanden am Kreis, der auch bei Olympia dabei war und aktuell bei Hannover eine überragende Saison spielt. Das gilt auch für Lukas Stutzke, der die Lücke durch den Ausfall von Heymann füllen kann. Da mache ich mir wenig Sorgen. Bei Olympia hat man auch gesehen, dass der Trainer die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt."
MIt Juri Knorr, Marko Grgic und dem Olympia-Held Renars Uscins stehen im Rückraum junge, aber international erfahrene Akteure bereit, die sich die Hauptlast in der Offensive aufteilen können.
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"Seid ihr verrückt!" Uscins-Hammer entscheidet Verlängerung

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Handball-WM: Dänemark als Top-Favorit

Deutschland zählt nicht nur nach dem Olympia-Auftritt zu den Medaillenkandidaten. Die Rolle des Topfavoriten ist für Hens aber klar verteilt: "Der ganz große Favorit ist wieder Dänemark, daran führt kein Weg vorbei."
Dahinter kann es eng werden, viel werde auf die Matchups ankommen, die Liste der potenziellen (Halb-)Finalisten ist lang: "Ich bin gespannt auf die Norweger. Das Finale ist in Oslo, da werden sie heiß sein, sich im Vergleich zu den vorherigen Turnieren zu verbessern", sagte Hens.
"Bei den Schweden muss man ein wenig abwarten aufgrund ihrer Verletzungssorgen", fuhr der Experte fort. "Sehr gespannt bin ich auch auf die Franzosen. Die kamen mit dem Druck der Olympischen Spiele im eigenen Land nicht sehr gut klar, hier fand eine gewisse Umstrukturierung statt. Ein paar ältere Spieler sind raus, auf dem Papier ist es hinter den Dänen die zweitbeste Mannschaft des Turniers:"
Der Auftakt gelang den Franzosen sehr gut: Sie schlugen Katar deutlich mit 37:19. Auf den sechsfachen Weltmeister kann die DHB-Auswahl erst in der K.o-Phase treffen.
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Highlights: Frankreich dominiert zum Auftakt gegen Katar

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