Der Franzose hatte in seinem Dale-Coyne-Honda als Dritter des zweiten Qualifyings den Einzug in die Fast Six geschafft, wo ihm dann in 1:09.434 Minuten die schnellste Zeit gelang. Am Ende war Grosjean 0,126 Sekunden schneller als Josef Newgarden im Penske-Chevrolet.
"Ich fühle mich wie neugeboren", jubelte Grosjean nach seiner ersten Pole-Position nach mehr als zehn Jahren. Zuletzt war er am 7. Mai 2011 beim Auftaktrennen der GP2-Saison in Istanbul vom besten Startplatz aus ins Rennen gegangen.
"Ich hatte dieses Gefühl fast schon vergessen", sagte Grosjean nach zuletzt mageren Jahren in der Formel 1 bei Haas. "Man hat vor einem Rennwochenende Schmetterlinge im Bauch wenn man weiß, dass man auf die Pole fahren und gewinnen kann, wenn man alles richtig macht. Die Chance hatte ich in den vergangenen Jahren nicht."
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Grosjean fühlt sich in Indianapolis wohl

Grosjean steigerte sich im Verlauf des Qualifyings kontinuierlich, nachdem er im ersten Abschnitt in seiner Gruppe noch auf Rang fünf gefahren war. Am Ende gelang ihm der Einzug in das Shootout der Top 6, welches den Franzosen aber vor eine neue Herausforderung stellte.
"Vor den Fast Six war ich noch nie auf angefahrenen roten Reifen gefahren und wusste daher nicht, was ich vom Auto erwarten kann", sagte er. "Aber es hat sich gut angefühlt. In der ersten Runde habe ich einen Fehler gemacht, aber ich wusste, dass die zweite schneller sein wird. Die lief dann richtig gut. Da wusste ich, dass es reichen kann."
Obwohl auch der Straßenkurs von Indianapolis für Grosjean Neuland war, tat sich der Franzose dort leichter als bei den ersten beiden Rennen in Saint Petersburg und Birmingham. "Von allen Strecken, auf denen ich bisher in den USA gefahren bin, fühle ich mich hier am heimischsten", sagte er.
"Man merkt, dass diese Strecke für die Formel 1 entworfen wurde, bei den Randsteinen, dem Layout und den Kurven. Ich wusste, dass ich diese Strecke recht schnell lernen würde", so Grosjean. "In St. Pete dauert das etwas länger, und in Barber muss man ein paar Tricks verstehen. Hier war es einfacher."

Romain Grosjean in Indianapolis in Aktion

Fotocredit: Getty Images

Grosjean verpasst Abschiedsfahrt im Mercedes

Die Pole-Position tröstet Grosjean auch ein Stück weit darüber hinweg, dass seine geplante Abschiedsfahrt im Formel-1-Auto von Mercedes im Rahmen des Frankreich-Grand-Prix ins Wasser fällt. Der Showrun kann nicht stattfinden, da das Rennen in Le Castellet am Freitag auf dem 20. Juni verlegt wurde. An diesem Tag findet auch das IndyCar-Rennen in Elkhart Lake statt.
Grosjean wird allerdings in der letzten Juni-Woche für Mercedes testen - und damit endgültig einen Schlussstich unter das Kapitel Formel 1 setzen, welches Ende 2020 nach seinem Feuerunfall in Bahrain vorzeitig geendet hatte.
"Viele Leute haben mich gefragt, wie es sich für mich angefühlt hat, das erste Formel-1-Rennen der Saison anzuschauen. Denen habe ich gesagt: Leute, das Kapitel ist für mich abgeschlossen. Ich hatte dort eine gute Zeit, jetzt will ich etwas anderes", so Grosjean.
Bereut hat er den Wechsel in die IndyCar-Serie bisher noch keine Sekunde. "Ich mag die Stimmung zwischen den Fahrern, ich liebe die Strecken. Die Autos zu fahren macht Spaß. Ich bin wirklich glücklich", meinte Grosjean. "Für die Familie wird es ein schwieriges Jahr, weil ich ziemlich viel unterwegs bin. Aber das wussten wir, bevor wir diese Entscheidung getroffen haben. Ich bin so glücklich wie schon lange nicht mehr."
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