Olympia 2021: Nach Kampfverweigerung gegen Israeli sperrt Weltverband algerischen Judoka

Der algerische Judoka Fethi Nourine zog sich von den Judo-Wettkämpfen bei Olympia in Tokio zurück, nachdem die Auslosung ergab, dass er in Runde zwei auf einen Israeli treffen könnte. Nun wurde er für diese antisemitisch motivierte Kampfverweigerung vom Internationalen Judo-Verband (IJF) gesperrt. Die Dauer der Sperre will die IJF nach den Olympischen Spielen bekanntgeben.

Judo (Symbolbild)

Fotocredit: Getty Images

Die direkte Antwort des Exekutivkommitees des Internationalen Judoverbandes (IJF) darauf war die Einberufung einer Untersuchungskommission.
Das Disziplinar-Kommitee verkündete heute, nach den Olympischen Spielen die Länge der Sperre und das Ausmaß der Gesamtstrafe mitteilen zu wollen. Gegen den Iran läuft noch bis 2023 und über insgesamt vier Jahre eine Sperre des Internationalen Judo-Verbandes - ein iranischer Judoka sagte damals aus den selben Motiven Wettkämpfe ab. Bei den Judo-Weltmeisterschaften 2019 verweigerte Nourine schon einmal den Antritt zu einem Kampf aus diesem Grund.
Das Verhalten stünde laut der IJF "in totalem Gegensatz zur Philosophie" des Verbandes. Judo stehe für Solidarität, Respekt und Freundschaft.
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