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Ressel trumpft in Paris auf, Mahlzahn überzeugt ebenfalls

Ressel trumpft in Paris auf, Mahlzahn überzeugt ebenfalls

10/02/2019 um 22:29

Nach seinem Sieg beim Grand Prix in Zagreb hat Judoka Dominic Ressel erneut aufgezeigt. Der ehemalige EM-Zweite siegte beim Grand Slam in Paris. Ressel setzte sich im Finale in der Klasse bis 81 Kilogramm gegen den Israeli Sagi Muki durch.

Eine echte Bewährungsprobe hatte der Deutsche im Halbfinale zu überstehen. Das Match gegen den Russen Khasan Khalmurzaev dauerte nach unentschieden über neun Minuten, ehe Ressels Gegner drei Verwarnungen kassierte und damit den Kampf verlor.

Der 25-Jährige machte damit den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Mit Ressel und dem WM-Dritten Alexander Wieczerzak hat der Deutsche Judobund (DJB) zwei Weltklassekämpfer in der Klasse bis 81 Kilogramm, aber nur ein Starter eines Landes ist bei Olympia pro Gewichtsklasse zugelassen.

In der Olympia-Qualifikationsrangliste des Internationalen Judoverbandes (IJF) liegt Ressel vor seinem Teamkollegen und konnte den Vorsprung in Paris ausbauen. Wieczerzak scheiterte im Achtelfinale. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Baku hatte Wieczerzak das deutsche Duell um Bronze im kleinen Finale gegen Ressel gewonnen.

Auch Luise Malzahn in der Klasse bis 78 Kilogramm hatte in Paris Grund zum Strahlen. Die Fünfte der Olympischen Spiele in Rio musste sich erst der Französin Madeline Malonga im Finale geschlagen geben und wurde Zweite.

Wie Ressel hat auch Malzahn harte interne Konkurrenz im Kampf um das Olympiaticket. In der Rangliste trennen sie und ihre Mannschaftskollegin Anna-Maria Wagner nur fünf Plätze. Wagner war in Paris nicht am Start.

Nach aktuellem Start wären in zwölf der 14 Disziplinen sowie im erstmals olympischen Teamwettbewerb DJB-Teilnehmer bei den Sommerspielen in Tokio startberechtigt. Lediglich in den Klassen von bis zu 52 Kilogramm bei den Damen und über 100 Kilogramm bei den Herren hätten sich keine deutschen Starter qualifiziert.

Erfolgreichster Verband in Paris war wieder einmal der japanische. Die Starter aus dem Judo-Mekka feierten in der französischen Hauptstadt insgesamt fünf Erfolge.

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