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Olympia: Medaillen-Flut: Brendel mit Doppel-Gold, Vierer holen Gold und Silber, Bronze für Rauhe
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Publiziert 20/08/2016 um 14:23 GMT+2 Uhr
Was für ein Abschlusstag für Deutschlands Kanuten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Sebastian Brendel führt auch den Canadier-Zweier zum Sieg, Ronald Rauhe gewinnt zum Karriere-Ende im Kajak-Einer Bronze. Der Kajak-Vierer der Frauen gewinnt Silber hinter Ungarn, ehe der Vierer der Männer überlegen zum Olympiasieg fährt.
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"Das ist eine Wahnsinns-Truppe. Ich bin so stolz auf sie", sagte der scheidende Cheftrainer Reiner Kießler.
Mit vier Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille in den zwölf Disziplinen übertraf der Deutsche Kanu-Verband (DKV) sein ohnehin schon hohes Ziel von sechs Medaillen. "Etwas Schöneres habe ich noch nicht erlebt", sagte ein sichtlich bewegter Kießler. Es ist das beste Abschneiden der Kanuten seit den Sommerspielen 2004 in Athen (4-3-0).
"Schon ein Grinsen auf dem Gesicht"
Max Rendschmidt (Essen), Tom Liebscher (Dresden), Max Hoff (Essen) und Marcus Groß (Berlin) holten auf der Lagoa Rodrigo de Freitas Gold im Kajak-Vierer der Männer vor Weltmeister Slowakei. Bronze ging nach 1000 m an Tschechien.
Für Rendschmidt/Groß war es bereits die zweite Goldmedaille in Rio. Das Duo hatte bereits im Kajak-Zweier über den Kilometer triumphiert.
"Jetzt können wir zusammen feiern und haben doppelt so viel Spaß wie im Zweier", sagte Rendschmidt, Groß berichtete: "Wir haben den Zwischensprint angezogen und ich hatte schon ein Grinsen auf dem Gesicht."
Brendel schlägt wieder zu
Sebastian Brendel hat vier Tage nach seinem Olympiasieg im Canadier-Einer auch im Zweier die Goldmedaille gewonnen.
Brendel setzte sich mit Jan Vandrey (beide Potsdam) auf der Lagoa Rodrigo de Freitas nach einem starken Schlussspurt gegen die Brasilianer Erlon de Souza Silva/Isaquias Queiroz dos Santos durch. Bronze ging nach 1000 m an Dmytro Iantschuk/Taras Mischtschuk (Ukraine).
"Ich hab gestern noch kurz drüber nachgedacht, dass ich es schaffen könnte. Aber dass es jetzt tatsächlich klappt, ist unglaublich", sagte Brendel, Teamkollege Vandrey meinte:
Ursprünglich hätte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in Rio de Janeiro in dieser Klasse gar kein Boot an den Start schicken können. Lediglich Brendel hatte sich im Canadier-Bereich einen Quotenplatz gesichert. Erst nach dem Ausschluss des weißrussischen Männerteams wegen Dopings rückte Vandrey nach.
Kajak-Vierer der Frauen holt Silber
Der Kajak-Vierer der Frauen hat dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) eine weitere Medaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro beschert. Sabrina Hering (Hannover), Franziska Weber (Potsdam), Steffi Kriegerstein (Dresden) und Tina Dietze (Leipzig) holten nach 500 m Silber hinter Ungarn und vor Weißrussland.
Für Weber/Dietze ist es bereits die zweite Medaille in Rio. Die London-Olympiasiegerinnen hatten im Kajak-Zweier über 500 m Silber gewonnen.
"Wir sind super happy. Ich habe, glaube ich, mindestens fünfmal beschleunigt", sagte Dietze in der ARD und Weber meinte:
Ronald Rauhe gewinnt zeitgleich Bronze
Der 34 Jahre alte Rauhe belegte derweil im Finale des Kajak-Einers über 200 m in Rio de Janeiro zeitgleich mit dem Spanier Raul Craviotto Platz drei hinter Liam Heath (Großbritannien) und Maxime Beaumont (Frankreich).
"Ich habe meinen Namen zuerst nur auf der Vier gesehen und war einfach traurig", sagte Rauhe in der ARD:
Für Rauhe ist es seine vierte Medaille bei Olympischen Spielen. In Athen 2004 wurde er Olympiasieger im Kajak-Zweier. In Sydney (2000) gab es Bronze, in Peking (2008) Silber im K2.
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