Olympia 2024: Turn-Star Lukas Dauser verkündet exklusiv bei Eurosport sein internationales Karriereende
Turn-Star Lukas Dauser hat im Exklusiv-Interview mit Eurosport bei Olympia in Paris sein internationales Karriereende verkündet: Der Barren-Weltmeister von 2023 will nie mehr bei Olympischen Spielen, WM oder EM starten. Der Wettkampf am heutigen Montag bei den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt war damit der letzte Auftritt des 31-Jährigen auf der ganz großen Bühne.
Dauser verkündet Karriereende: "International war heute das letzte Mal"
Quelle: Eurosport
"Ich werde die Bundesliga-Saison noch zu Ende turnen und auch überlegen, ob ich national in der Bundesliga noch das ein oder andere Jahr dranhänge. International - bei EMs, WMs oder Olympischen Spielen - da haben wir den Lukas heute das letzte Mal gesehen", sagte Dauser.
Damit verzichtet der 31-Jährige auch auf die Heim-EM im kommenden Jahr in Leipzig. "Ich hatte eine wirklich krasse Karriere, ich habe Dinge erreicht, die ich mir nie erträumt hätte", sagte er. "Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viel nachgedacht, irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem man sagen muss: 'Es reicht'."
"Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir einen Umbruch haben. Wann auch immer der dann kommt", sagte DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst: "Und dann müssen wir schauen, dass wir unsere hochgesteckten Ziele auch in LA erreichen können."
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"Ich bin innerlich leer, überhaupt nach Paris zu kommen, hat mich viel Kraft gekostet", begründete Dauser seine Entscheidung. "Jetzt warten neue Herausforderungen auf mich, die ich noch nicht kenne - im September werde ich Vater und darauf freue ich mich riesig."
ein kleines "Happy End" zum Abschluss
Bei seinem letzten olympischen Auftritt an seinem Parade-Gerät, dem Barren, reichte es nur zu einem siebten Platz. "Ich bin heute nicht so richtig in den Modus gekommen", sagte Dauser im Eurosport-Interview. "Vielleicht war die Anspannung ein bisschen zu groß, ich habe mir natürlich auch selbst viel Druck gemacht. Ich wollte meine Geschichte mit einem Happy End abschließen."
Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen war durch einen Muskelbündelriss am Bizeps ungewiss geworden. Es sei "ein kleines Wunder", dass er am Start stehen konnte. Eine Ausrede für das Ausscheiden sei dies aber nicht, meinte Dauser.
"Mittlerweile überwiegt der Stolz, dass ich hier sein konnte", sagte der 31-Jährige. "Es ist das persönliche Happy End, dass ich in diesem Barren-Finale stehen durfte."
Bei Olympia in Tokio hatte Dauser Silber am Barren geholt, ebenso wie bei der WM 2022. Im Jahr 2023 wurde er zum "Sportler des Jahres" in Deutschland gewählt.
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