Turnen bei Olympia: Simone Biles erneut geschlagen - Rebeca Andrade gewinnt Goldmedaille am Boden vor US-Superstar

Rebeca Andrade hat bei Olympia 2024 in Paris die Goldmedaille im Bodenturnen gewonnen. Die Brasilianerin schlug Superstar Simone Biles um 0,033 Punkte und verhinderte so den achten Olympiasieg in der Karriere der US-Amerikanerin. Zuvor waren sowohl Andrade als auch Biles am Schwebebalken leer ausgegangen, wobei Biles sogar von dem Gerät gefallen war. Dritte wurde die Rumänin Ana Barbosu.

So schlägt man Biles: Gala-Auftritt von Andrade beim Bodenturnen

Quelle: Eurosport

Die Erwartungen waren riesig, die Enttäuschung war es auch: Simone Biles hat zum Abschluss der Kunstturn-Wettbewerbe ihre Goldmedaillen Nummer acht und neun verpasst.
Die erfolgsverwöhnten US-Fans verließen schon in Scharen die Arena de Bercy, als Simone Biles als faire Verliererin Größe zeigte.
Die knapp geschlagene Turn-Königin applaudierte ihrer siegreichen Rivalin - und quittierte ihre unerwartete Niederlage mit einem etwas gequälten Lächeln. Statt Doppel-Gold und Olympia-Rekord gab es zum Abschluss der Biles-Festspiele in Paris nur Silber und Blech.
Nach ihren drei Triumphen im Mehrkampf (Einzel und Mannschaft) sowie beim Sprung stürzte die 27 Jahre alte Amerikanerin am Montagmittag erst vom Schwebebalken und musste sich dort mit Platz fünf zufriedengeben.

Brasilianerin Andrade stiehlt Biles die Show

Im anschließenden Boden-Finale am Nachmittag reichte es nach zwei Standfehlern dann nur zu Rang zwei. Immerhin: Bei der Medaillenzeremonie fand Biles wieder zu ihrem echten Lachen zurück. Drei Goldmedaillen und einmal Silber nimmt die amerikanische Nationalheldin aus Paris mit zurück nach Texas.
Auf der Fläche der Bercy-Arena turnte Biles bei ihrem letzten Paris-Auftritt zu 14,133 Zählern und damit hauchdünn vorbei an ihrem vierten Paris-Triumph.
Gold ging an die Brasilianerin Rebeca Andrade (14,166), die im Einzel-Mehrkampf und beim Sprung noch hinter Biles auf dem zweiten Platz gelandet war. Bronze holte sich Jordan Chiles (USA) mit 13,766 Punkten.
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0,033 Punkte fehlen! Biles verpasst Gold beim Bodenturnen irre knapp

Quelle: Eurosport

Biles beendet SPiele mit doppelter Enttäuschung

Für Biles endeten die Sommerspiele daher mit einer doppelten Enttäuschung. Im Boden-Wettbewerb wurden die beiden Patzer der dreimaligen Weltsportlerin des Jahres von den Kampfrichterinnen mit 0,6 Punkten Abzug bestraft.
Aus dem angestrebten achten Olympiagold wurde nichts, weil Biles zwei Mal bei Landungen mit beiden Füßen die Bodenfläche verlassen musste.
Auf dem Weg zum angestrebten olympischen Rekord war Biles aber schon rund zwei Stunden zuvor am Schwebebalken entscheidend gestolpert.
Ihre Wertung nahm die nur 1,42 Meter große Athletin nach ihrem Sturz bei einem Überschlag mit versteinerter Miene entgegen - es war klar: Die neun Goldmedaillen würde Biles, die 2021 in Tokio wegen mentaler Probleme im Mannschaftswettbewerb ausgestiegen war, in Paris nicht mehr erreichen können.

Biles kann Ledecky-Rekord nicht brechen

In der Geschichte Olympischer Spiele haben bislang nur die ehemalige sowjetische Turnerin Larissa Latynina sowie die US-Schwimmerin Katie Ledecky so viele Siege geholt.
Gold auf dem "Zitterbalken" gewann die Italienerin Alice d'Amato (14,366). Silber ging an die Chinesin Zhou Yaqin (14,100), Bronze holte sich Manila Esposito aus Italien (14,000).
Deutsche Athletinnen hatten sich für die Final-Wettkämpfe der besten Turnerinnen am Montag nicht qualifiziert, die ehemalige Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz aus Chemnitz scheiterte am Balken in der Vorrunde.
(SID)

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Die Meisterin patzt! Superstar Biles fällt vom Schwebebalken

Quelle: Eurosport


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