Kunstturn-WM 2023: Simone Biles feiert triumphale Rückkehr - US-Amerikanerin beschreitet neuen Weg

Alle Augen waren beim Teamfinale auf Simone Biles gerichtet und der Superstar lieferte mit seinem 20. WM-Titel ab. "Ich bin nicht mehr 16, ich bin 26. Alles fühlt sich anders an", erklärte die US-Amerikanerin bei ihrer triumphalen Rückkehr auf die große Bühne. Damit unterstrich sie auch, dass sie seit dem Olympia-Drama einen neuen Weg beschreitet - auch wenn sie ihre Sorglosigkeit vermissen lässt.

Joscelyn Roberson und Simone Biles feiern den WM-Titel

Fotocredit: Getty Images

Plötzlich nagten die Zweifel wieder an Simone Biles, alles kam jetzt auf sie an. Der Kampf um Team-Gold war überraschend eng, Biles musste bei der WM unbedingt liefern.
"Was brauche ich? Was brauche ich?", dachte der Turn-Superstar vor der letzten Übung am Boden: "Normalerweise spüre ich diesen Druck nicht."
Doch die US-Amerikanerin zerbrach diesmal nicht daran.
"Ich bin wirklich stolz auf das Team", sagte Biles, nachdem sie die USA in Antwerpen zum siebten Mannschafts-Titel in Serie geführt. Und vor allem konnte Biles stolz auf sich selbst sein.

Biles lässt Olympia-Drama vergessen

Denn vor zwei Jahren bei Olympia in Tokio hatte die nur 1,42 m große Texanerin im Team-Wettbewerb abgebrochen, all der Druck, all die Erwartungen hatten sie völlig überfordert.
Biles zog die Reißleine, machte zwei Jahre Pause. Nun die triumphale Rückkehr auf der ganz großen Bühne - mit ihrem 20. WM-Titel.
"Es ist anders, aber es ist aufregend", sagte Biles über ihre Gefühle nach dem nächsten Gold an der Stelle, wo vor zehn Jahren mit dem ersten WM-Titel ihr großer Stern aufgegangen war: "Ich bin nicht mehr 16, ich bin 26 - alles fühlt sich anders an."
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Simone Biles

Fotocredit: Getty Images

Biles: "Fühle mich manchmal, als würde ich sterben"

Biles ist mittlerweile erwachsen geworden, die Rekordweltmeisterin turnte taktischer als früher, verzichtete auf ihren spektakulären Sprung "Biles II" und ließ auch am Schwebebalken eine punkteträchtige Verbindung weg.
"Ich denke ein bisschen mehr über meine Übungen nach. Es ist nicht so sorglos", sagte Biles, die bei Weltmeisterschaften und Olympia nun insgesamt 33 Medaillen gewonnen - mehr als jede andere Turnerin in der Geschichte. Fünf Medaillen-Chancen hat sie noch in Antwerpen.
"An der Spitze zu bleiben und Tag für Tag zu pushen, ist ein bisschen schwieriger, weil ich älter bin, mein Körper müde ist", sagte Biles: "Jeder sagt: 'Mensch, die sieht ja toll aus'. Doch ich fühle mich manchmal, als würde ich sterben."
Aber dann geht Biles doch "wieder an die Arbeit".
(SID)
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Quelle: Perform

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