Leichtathletik-Weltmeisterin Abby Steiner verklagt Ausrüster Puma und Mercedes: "Haben Verletzungsrisiko erhöht"
Publiziert 05/05/2026 um 16:09 GMT+2 Uhr
Paukenschlag in der Leichtathletik: Abby Steiner zieht vor Gericht und erhebt schwere Vorwürfe gegen Puma sowie das Mercedes-AMG Petronas F1 Team. Die zweifache Weltmeisterin macht fehlerhafte Sportschuhe für schwere Verletzungen und das mögliche Ende ihrer Karriere verantwortlich. Ihre Klage reichte sie laut "The Athletic" Ende April vor einem Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts ein.
Historisch! Sawe erster Mensch unter zwei Stunden
Quelle: Eurosport
Im Zentrum stehen Spikes, die Puma gemeinsam mit Mercedes entwickelt haben soll. Dabei seien auch Erkenntnisse aus dem Formel-1-Engineering eingeflossen.
Steiner beschreibt die Schuhe als "defekt" und "unsicher" und erhebt konkrete Vorwürfe: "Die Puma-Schuhe haben das Verletzungsrisiko aufgrund ihres Designs sowie der Verwendung von Carbonplatten- und Nitro-Schaumtechnologie erhöht."
Weiter führt die US-Amerikanerin aus: "Dies hat dazu geführt, dass die Funktionsweise von Fuß und Sprunggelenk beim Laufen verändert wird."
Noch 2022 galt Steiner als eine der großen Hoffnungen der US-Leichtathletik. Nach starken Leistungen unterschrieb sie einen millionenschweren Ausrüstervertrag mit Puma.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/05/image-e1cfaa72-6fe0-4378-86c5-e9d15598bbbb-85-2560-1440.jpeg)
Abby Steiner verklagt Puma und Mercedes
Fotocredit: Getty Images
Im selben Jahr gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene Gold mit den US-Staffeln über 4x100 Meter und 4x400 Meter.
Puma weist "jegliche Behauptungen entschieden zurück"
Doch bereits ab 2023 häuften sich Verletzungen. Im August 2025 zog die Sprinterin schließlich die Konsequenzen und zog sich sportlich zurück. Nun macht sie die verwendeten Schuhe für diese Entwicklung verantwortlich und spricht davon, dass ihre Karriere dadurch maßgeblich beschädigt worden sei.
Mit der Klage fordert Steiner unter anderem Schadensersatz. Sie wirft Puma zudem vor, fehlerhafte Produkte vermarktet zu haben, obwohl mögliche Risiken bekannt gewesen seien.
Der Sportartikelhersteller positioniert sich laut "The Athletic" jedoch deutlich. In einer Stellungnahme heißt es: "Wir weisen jegliche Behauptung, dass unsere Performance-Produkte Verletzungen verursachen, entschieden zurück."
Das Besondere: Der Steiner-Fall könnte weit über den Einzelfall hinaus Bedeutung erlangen. Moderne Hightech-Schuhe mit Carbonplatten gelten zwar seit Jahren als Innovationstreiber im Laufsport, stehen aber immer wieder in der Kritik.
Das könnte Dich auch interessieren: WM-Ticket in der Tasche: Deutscher Rekord für Staffel um Ansah
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/26/image-96718a96-38e0-48a6-8bd2-19ae95501a38-85-2560-1440.jpeg)
Historisch! Sawe erster Mensch unter zwei Stunden
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung