Eurosport
Caster Semenya kritisiert IOC wegen Geschlechtstests bei Olympischen Spielen: "Respektlosigkeit gegenüber Frauen"
Von
Publiziert 29/03/2026 um 11:53 GMT+2 Uhr
Die zweimalige Olympiasiegerin Caster Semenya (Südafrika) hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) für die Wiedereinführung von genetischen Geschlechtstests scharf kritisiert. Es sei eine "Respektlosigkeit gegenüber Frauen", dass die Regelung zur Klärung der Startberechtigung in Frauenwettbewerben ab den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles gelte, sagte Semenya in Kapstadt.
Caster Semenya gewann zwei Mal Olympia-Gold über 800 m
Fotocredit: SID
Besonders enttäuscht zeigte sich Semenya, die über Jahre juristisch gegen die alte Testosteron-Regel in der Leichtathletik gekämpft hatte, von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry aus Simbabwe.
"Für mich persönlich ist die Tatsache, dass sie eine Frau aus Afrika ist, die weiß, wie sehr afrikanische Frauen und Frauen aus dem globalen Süden von diesem Thema betroffen sind, natürlich verletzend", sagte Semenya.
Das IOC hatte am Donnerstag angekündigt, die genetischen Geschlechtstests für Olympia 2028 einzuführen. Geschlechtstests bei Olympia hatte es zuletzt 1996 in Atlanta gegeben.
Um die Teilnahme auf "biologische Frauen" zu beschränken, wie es das IOC formulierte, wird nun ein voraussichtlich einmaliges SRY-Gen-Screening obligatorisch. Das IOC will mit der Maßnahme für "Fairness und Sicherheit auf dem Spielfeld" sorgen, es folgt dem Beispiel verschiedener Weltverbände (Boxen, Leichtathletik).
Das könnte Dich auch interessieren: Abdilaahi pulverisiert Deutschen Rekord
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/03/15/image-631accf8-942f-4607-bca0-0e370f56d5a3-85-2560-1440.jpeg)
Highlights: So lief der Barcelona-Marathon 2026
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung