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Leichtathletik-EM in Berlin: Deutsche Frauen-Staffel gewinnt Bronzemedaille

Mit Video | Deutsche Staffel um Lückenkemper holt weitere Medaille
Von SID

12/08/2018 um 21:38Aktualisiert 12/08/2018 um 22:46

Die deutsche 4x100-m-Staffel der Frauen um Gina Lückenkemper hat am Abschlusstag der Leichtathletik-EM in Berlin die Bronzemedaille gewonnen. Das DLV-Quartett mit Lückenkemper, Lisa-Marie Kwayie, Tatjana Pinto und Rebekka Haase musste sich in 42,23 Sekunden nur Großbritannien (41,88/Jahresweltbestzeit) und den Niederlanden (42,15) geschlagen geben.

Zum Abschluss der Leichtathletik-EM in Berlin gab es für Senkrechtstarterin Lückenkemper die zweite Medaille und einen starken dritten Platz über 4x100 m hinter Großbritannien. Die Freude im DLV-Team trübte der folgenschwere Crash, bei dem sich der deutsche Rekordhalter Julian Reus und Schlussläufer Lucas Jakubczyk verletzten.

Bei Lückenkemper und ihren Mitstreiterinnen war die Freude über Bronze getrübt. "Das ist ein großer Schock für uns alle gewesen, damit hat keiner gerechnet", sagte Lückenkemper angesichts des Malheurs der männlichen Kollegen in der ARD:

"Es herrschte pure Fassungslosigkeit, aber wir mussten uns wieder auf unser Rennen fokussieren. Das ist uns gut gelungen."

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In einem packenden Finale wehrte die deutsche Schlussläuferin Rebekka Haase den Angriff der Schweizerin Salome Kora ab und sicherte dem deutschen Quartett mit 100-m-Vizeeuropameisterin Lückenkemper, Lisa-Marie Kwayie und Tatjana Pinto in 42,23 Sekunden Bronze vor den Schweizerinnen (42,30). Lückenkemper hatte das deutsche Team als zweite Starterin in eine vorzügliche Position gebracht.

Reus zur Untersuchung im Krankenhaus

Gold holte sich Großbritannien in der Jahresweltbestzeit von 41,88 Sekunden. Dina Asher-Smith, die zuvor schon über 100 und 200 m triumphiert hatte, wurde mit drei Titeln zur Königin der EM. Silber sicherten sich die Niederlande mit 200-m-Weltmeisterin Dafne Schippers in 42,15.

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42.350 Zuschauern im Olympiastadion hatte zuvor der Atem gestockt, als Männer-Schlussläufer Lucas Jakubczyk im Vorlauf kurz nach dem letzten Wechsel bei hoher Geschwindigkeit wegrutschte und hart zu Fall kam. Reus, der auf ihn übergeben hatte, stürzte über seinen Teamkollegen.

Beide blieben lange auf dem Rasen neben der Laufbahn liegen und wurden behandelt. Reus konnte als Erster die Arena auf Helfer gestützt verlassen, wenig später folgte auch Jakubczyk auf eigenen Beinen, aber mit einem dicken Verband um den Kopf und bandagierter Schulter. Während Jakubczyk ins Mannschaftshotel gebracht wurde, ging es für Reus mit einer Schulterverletzung zur Untersuchung ins Krankenhaus.

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