München 2022 - Leichtathletik-EM: Kristin Pudenz fehlen acht Zentimeter zu Gold - Claudine Vita holt Bronze

Diskuswerferin Kristin Pudenz (Potsdam) hat bei der Heim-EM in München Gold nur um acht Zentimeter verpasst. Die Olympia-Zweite von Tokio musste sich im Olympiastadion trotz neuer Bestleistung von 67,87 m der kroatischen Seriensiegerin Sandra Perkovic geschlagen geben, die auf 67,95 m kam. Claudine Vita (Neubrandenburg) holte mit 65,20 Bronze.

Kristin Pudenz

Fotocredit: Getty Images

Kristin Pudenz schnappte sich die Deutschland-Fahne und posierte auf der Ehrenrunde zusammen mit Claudine Vita strahlend für die Kameras. Die Diskuswerferin hatte bei der EM endlich wieder einen Grund zum Jubeln: Nach der enttäuschenden WM in Eugene holte Pudenz vor rund 40.000 begeisterten Fans im Münchner Olympiastadion vor ihrer Teamkollegin die Silbermedaille.
Die Blockade in ihrem Kopf löste sich zum genau richtigen Zeitpunkt. Mit der persönlichen Bestleistung von 67,87 m fehlten Pudenz nur acht Zentimeter zur neuen und alten kroatischen Europameisterin Sandra Perkovic, die mit 67,95 m ihren sechsten EM-Titel in Folge holte.
Vita (Neubrandenburg/65,20 m) rundete mit Bronze das hervorragende Ergebnis für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ab, die WM-Fünfte von Eugene lieferte mit einer Saisonbestleistung beim Highlight in München ab. Die dritte deutsche Starterin Shanice Craft (Mannheim/62,78 m) schaffte es als Siebte ebenfalls in die Top 8.
Für Pudenz bedeutet die Medaille den Höhepunkt einer aufreibenden Saison. Als Olympiazweite war sie mit großen Erwartungen zur WM nach Eugene gereist, konnte dem Druck jedoch nicht standhalten und enttäuschte als Elfte.
Gemeinsam mit ihrem Mentalcoach Marc Uhlmann arbeitete sie den Wettkampf in den USA auf. "Es war Kopfsache", berichtete Pudenz rückblickend nach ihrer souveränen Qualifikation am Montag: "Ich bin guter Dinge, dass das morgen nicht nochmal eintritt." Sie sollte recht behalten.
Anders als in Eugene, als ihr erster Versuch im Netz zappelte, war Pudenz sofort im Wettkampf. Von 62,44 steigerte sie sich über 65,05 schließlich auf 67,87 - so weit wie noch nie zuvor.
Mit ihren 67,10 m in diesem Jahr war die Sportsoldatin als europäische Nummer zwei nach Bayern gereist - und wurde dieser Stellung eindrucksvoll gerecht.
(SID)
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Quelle: SID

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