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Leichtathetik-EM: Speerwerfer Weber schrammt am Titel vorbei und holt Silber - doppelter Staffel-Coup für DLV-Männer
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Update 12/06/2024 um 23:40 GMT+2 Uhr
Speerwerfer Julian Weber hat seinen EM-Titel in einem spannenden Wettkampf verloren, aber eine weitere deutsche Medaille in Rom gewonnen. Der Mainzer erzielte am Mittwoch gleich in seinem ersten Versuch 85,94 m und holte damit Silber. Der Titel am letzten Wettkampftag im Stadio Olimpico ging an den tschechischen Olympia-Zweiten Jakub Vadlejch, der Weber im letzten Versuch mit 88,65 m noch abfing.
Die deutsche Staffel über 4x100 Meter ist für die WM qualifiziert
Fotocredit: Getty Images
Bronze holte Oliver Helander (Finnland/85,75). Trotz der missglückten Titelverteidigung untermauerte der Sportsoldat seine Ambitionen für die Olympischen Sommerspiele in Paris.
An der Seine möchte Weber unbedingt eine Medaille gewinnen, nachdem ihm vor drei Jahren in Tokio als Vierter lediglich 14 Zentimeter gefehlt hatten.
"Es ist natürlich ärgerlich, ich gönne es Jakub, er ist ein super Typ. Natürlich hätte ich meinen Titel gern verteidigt", sagte Weber im "ZDF": "Ich bin mega zufrieden mit Silber. Ich habe gezeigt, was ich kann - ich hätte gern noch mehr gezeigt. Jetzt ist noch etwas Zeit, weiter Gas zu geben und es dann bei Olympia zu zeigen."
Senkrechtstarter Max Dehning (Leverkusen), der im vergangenen Februar als erst sechster Deutscher in den Kreis der 90-Meter-Werfer vorgedrungen war, schaffte es in seinem ersten großen Finale nur auf den zwölften und letzten Rang (76,16).
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Julian Weber bei der Leichtathletik-EM in Rom
Fotocredit: Getty Images
Erste 400-m-Staffel-Medaille seit 2012
Die deutsche Männer-Staffel über 4x400 m gewann zudem überraschend die Bronzemedaille. Manuel Sanders (Dortmund), Jean Paul Bredau (Potsdam), Marc Koch und Emil Agyekum (beide Berlin) mussten sich in 3:00,82 Minuten lediglich Sieger Belgien (2:59,84) und haarscharf Gastgeber Italien (3:00,81) geschlagen geben.
Es ist die erste Staffel-Medaille der Männer über diese Distanz seit 2012, auch damals gab es in Helsinki Bronze. Die Frauen mit Skadi Schier, Alica Schmidt (beide Berlin), Luna Bulmahn (Wolfsburg) und Eileen Demes (Neu-Isenburg) verpassten als Achte des Finals klar das Podest.
"Wir haben heute noch einmal alles gegeben. Das war das, was noch drin war", sagte Bulmahn am "ZDF"-Mikrofon. Gold sicherten sich bei den Frauen die Niederlande mit Superstar Femke Bol in europäischer Rekordzeit von 3:22,39 Minuten vor Irland (3:22,71) und Belgien (3:22,95).
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Die deutsche Männer-Staffel über 4x400 m gewinnt EM-Bronze
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4x100-m-Staffel macht doppelten Coup perfekt
Während die deutsche Sprint-Staffel um Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-EM ihren Titel verloren und auch die erhoffte Medaille verpasst hat, rannten die DLV-Männer überraschend zu Bronze.
Kevin Kranz (Wetzlar), Owen Ansah (Hamburg), Deniz Almas (Wolfsburg) und Lucas Ansah-Peprah (Hamburg) mussten sich nach 38,52 Sekunden nur den Europameistern aus Italien um Olympiasieger Marcell Jacobs (37,82) und den Niederländern (38,46) geschlagen geben.
Zuvor kamen zum Abschluss der Wettbewerbe in Rom Sophia Junk (Rhein-Wied), Nele Jaworski (Wolfsburg), Lückenkemper (Berlin) und Rebekka Haase (Wetzlar) über 4x100 m in 42,61 Sekunden als Fünfte ins Ziel. Durch die anschließende Disqualifikation der Schweiz rückten sie noch um einen Rang vor.
Lückenkemper geht in Rom leer aus
Gold ging in 41,91 Sekunden an Großbritannien mit Dina Asher-Smith, die am vergangenen Wochenende Lückenkempers Titel in der Königsdisziplin erobert hatte.
Silber gewann Frankreich (42,15) vor den Niederlanden (42,46). Deutschlands beste Sprinterin Lückenkemper, die vor zwei Jahren in München noch über zwei Goldmedaillen jubeln durfte, war auch im Einzel über die 100 m nur auf Rang fünf gelaufen.
Das weibliche DLV-Quartett hatte beim Triumph 2022 einen von sieben deutschen Titeln in München geholt. Damals waren neben Lückenkemper und Haase noch Alexandra Burghardt (Burghausen) und Lisa Mayer (Wetzlar) dabei gewesen. Während Burghardt in Rom gar nicht vertreten war, fiel Mayer kurzfristig aus.
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(SID)
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100 Jahre Olympia in Paris: Von 1924 bis 2024
Quelle: Eurosport
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