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Leichtathletik-EM: Marcell Jacobs verteidigt in Rom (Italien) über 100 m seinen Titel vor Chituru Ali und Romell Glave
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Update 08/06/2024 um 23:29 GMT+2 Uhr
Der Sensations-Olympiasieger von Tokio sorgt bei der Leichtathletik-EM für Riesenjubel bei den italienischen Gastgebern: Marcell Jacobs hat über 100 m seinen Sprinttitel von München erfolgreich verteidigt. Der 29-Jährige gewann das Finale im Stadio Olimpico in 10,02 Sekunden und meldete sich nach größeren Verletzungsproblemen pünktlich vor den Sommerspielen in Paris stark zurück.
Marcell Jacobs
Fotocredit: Getty Images
Platz zwei ging durch Chituru Ali (10,05) ebenfalls an Italien, Bronze holte der Brite Romell Glave (10,06).
Einen starken Auftritt legte der frühere deutsche Meister Owen Ansah (Hamburg), der in 10,17 Sekunden Fünfter wurde. Seit Lucas Jakubczyk 2014 in Zürich hatte sich kein DLV-Sprinter für das 100-m-Finale bei einer EM qualifiziert, der Berliner wurde damals ebenfalls Fünfter. Die letzte deutsche Männer-Medaille über 100 m gab es 1986 in Stuttgart mit Silber für DDR-Sprinter Steffen Bringmann.
Über die Zeitregel war in Rom auch Robin Ganter (10,21) in die Entscheidung der besten acht eingezogen - wegen muskulärer Probleme konnte der Mannheimer dort aber nicht antreten. Yannick Wolf (München/10,32) schied im Halbfinale aus.
Deutsches Diskus-Trio ohne Medaille
Die deutschen Diskuswerferinnen haben bei der Leichtathletik-EM in Rom nicht wie erhofft in die Medaillenvergabe eingreifen können. Claudine Vita (Neubrandenburg) landete beim erneuten Triumph der kroatischen Seriensiegerin Sandra Elkasevic als beste Deutsche mit 62,65 m auf dem sechsten Rang. Shanice Craft (Halle) wurde Siebte (61,73).
Zum Podium fehlten Vita, vor zwei Jahren in München noch Dritte, am Ende rund zwei Meter. Die zweimalige Olympiasiegerin Elkasevic, die unter dem Namen Perkovic geboren wurde, holte mit 67,04 m ihren siebten (!) EM-Titel in Serie - eine solche Serie hat noch keine Athletin und kein Athlet auf europäischer Ebene hingelegt. Rang zwei ging an die Niederländerin Jorinde van Klinken (65,99), die am Vortag im Kugelstoßen bereits ebenfalls Silber gewonnen hatte. Liliana Ca aus Portugal (64,53) jubelte über Bronze.
Marike Steinacker (Leverkusen) war mit vorgelegten 67,31 m als Europas Jahresbeste nach Italien gereist, konnte im Finale aber überhaupt nicht an ihre zuletzt starke Form anknüpfen. Mit nur 59,72 m bildete sie am Samstag im Stadio Olimpico als Zwölfte das Schlusslicht der Final-Konkurrenz.
Ingebrigtsen holt drittes EM-Gold in Folge
Leichtathletik-Star Jakob Ingebrigtsen hat mit famosen Schlussspurt zum dritten Mal in Folge EM-Gold über 5000 m gewonnen. Der norwegische Wunderläufer triumphierte am Samstag in Rom in einem taktischen Rennen in 13:20,11 Minuten vor George Mills (Großbritannien/13:21,38) und Dominic Lobalu aus der Schweiz (13:21,61).
Bester Deutscher im Stadio Olimpico war Max Thorwirth aus Düsseldorf auf Rang 22 (13:41,29). Kurz dahinter landeten Florian Bremm (Höchstadt/Aisch) als 23. (13:42,30) und Mohamed Abdilaahi (Dortmund/13:58,89) auf Rang 26.
Ingebrigtsen beobachtete das Geschehen im Feld zunächst von hinten, ehe er zum Ende aufdrehte. In Rom peilt der erst 23-Jährige erneut das Double über 5000 und 1500 m. Ein Hattrick aus Doppel-Gold - in Berlin 2018 und München 2022 holte er jeweils beide EM-Titel - ist noch niemanden gelungen.
Die letzte deutsche EM-Medaille über 5000 m holte Richard Ringer, der vor zwei Jahren in München überraschend den Marathon gewonnen hatte, 2016 in Amsterdam mit Bronze.
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(SID)
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Jacobs lässt Muskeln spielen - Olympiasieger läuft auch zu EM-Gold
Quelle: Eurosport
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