Leichtathletik-EM 2026: Kälin im Siebenkampf über 100 m Hürden schneller als Europameisterin Visser

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Annik Kälin träumt von der Goldmedaille im Siebenkampf bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Mit der ersten Disziplin legte sie mehr als nur einen Grundstein zur Erfüllung dieses Traums: Die Olympia-Vierte von Paris lief die 100 m Hürden in 12,59 Sekunden - und war damit sogar schneller als die Europameisterin in dieser Disziplin, Nadine Visser, die EM-Gold in 12,67 Sekunden gewann.

Siebenkämpferin Kälin glänzt mit Fabelzeit über 100-m-Hürden

Quelle: Eurosport

"Das ist unglaublich, ein Hammer-Auftritt der Schweizerin", sagte Eurosport-Experte Rico Freimuth zu Kälins Lauf.
Im Finale der Spezialistinnen hatte es am Dienstag ein Fotofinish zwischen der Niederländerin Visser und ihrer polnischen Konkurrentin Pia Skrzyszowska gegeben - beide kamen bei 0,8 m/s Gegenwind mit einer Zeit von 12,67 Sekunden ins Ziel. Am Ende gab eine tausendstel Sekunde den Ausschlag für Visser.
Kälin lief am Freitagmorgen zum Auftakt der Siebenkämpferin nochmal um acht Hundertstel schneller. Die Schweizerin hat nach der ersten Disziplin damit schon 1187 Punkt auf dem Konto - 60 Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierte, die Niederländerin Emma Oosterwegel.
"Da nimmst du ein Feld im Siebenkampf ordentlich auseinander", sagte Freimuth. Der Wermutstropfen für Kälin: Wegen 3,3 m/s Rückenwind zählen die 12,59 Sekunden nicht als persönliche Bestzeit (die bleibt bei 12,60 Sek. bestehen). Die Weltbestzeit im Siebenkampf liegt bei 12,54 Sekunden, aufgestellt von der Britin Jessica Ennis bei den Olympischen Spielen in London, bei denen sie die Goldmedaille gewann.

Freimuth: "Rückenwind sogar eher gefährlich"

Freimuth gab allerdings zu bedenken, dass Rückenwind im Hürdensprint kein Vorteil sein muss. "3,3 Meter Rückenwind ist sogar eher gefährlich, weil du zwischen den Hürden den Abstand halten musst. Das hat sie wirklich sehr gut gelöst. Sie ist die große Favoritin auf den EM-Titel", so der ehemalige Zehnkämpfer.
Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt in den EM-Siebenkampf gemischt. Unter den drei DLV-Athletinnen überzeugte Sophie Weißenberg mit einer persönlichen Bestzeit von 13,19 Sekunden. Vanessa Grimm benötigte 13,47 Sekunden. Sorgenkind ist nach der ersten Disziplin Sandrina Sprengel, die an der zweiten Hürde strauchelte und mit 14,03 Sekunden weit unter ihren Möglichkeiten blieb.
Der erste Tag im Siebenkampf wird mit dem Hochsprung fortgesetzt, gefolgt vom Kugelstoßen und den 200 m (live auf Eurosport und HBO Max).
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Quelle: Eurosport


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