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Leichtathletik-EM 2026: Lea Meyer rudert nach Kritik an 3000-m-Hindernis-Siegerin Gesa Krause zurück - "war unprofessionell"
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Update 14/08/2026 um 13:06 GMT+2 Uhr
Hindernisläuferin Lea Meyer hat sich nach ihrem trotzigen Interview und der Kritik an Siegerin Gesa Krause bei der Leichtathletik-EM in Birmingham schuldbewusst gezeigt. "Gesa ist verdient Europameisterin geworden. Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt", schrieb die 28-Jährige in einer Stellungnahme bei "Instagram". Meyer stürzte in der letzten Runde auf Medaillenkurs.
3000 m Hindernis: Krause holt Gold, Bronze an Gürth - Drama um Meyer
Quelle: Eurosport
Zuvor hatte sie lange das Tempo vorgegeben. Am Ende reichte es nur zu Platz vier. "Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen", schrieb Meyer. Das sei "mein alleiniger Fehler".
Unmittelbar nach dem Rennen hatte Meyer ihre Konkurrentin scharf kritisiert. "Gesa will keinen Meter machen. Die sitzt das aus und rennt dann hinten raus", warf sie Krause vor. Meyer erklärte im"ZDF" zudem: "Ich finde, ich hätte die Medaille verdient." Spätestens zu den Olympischen Sommerspiele in Los Angeles wolle sie deutsche Rekordhalterin sein. "Ich gehöre an die Spitze Europas", hatte Meyer erklärt.
Anschließend bereute sie ihre Aussagen. "Ich habe laut ausgesprochen, was meine Ziele sind. Leider habe ich das sehr unprofessionell und unsportlich formuliert", schrieb Meyer.
In Zukunft will die Vize-Europameisterin von München 2022 "als sehr emotionaler Mensch die Interview-Zone nach einem solchen Rennen meiden". Ihr sei "wichtig, dass klar ist, dass mein Interview von Emotionen gelenkt wurde und ich jede einzelne Leistung meiner Konkurrenz respektiere und allen den Erfolg gönne".
Krause nahm die Kritik gelassen. "Ich meine, wer die Führungsarbeit macht", sagte die neue Europameisterin nach ihrem dritten Titel, "entscheidet sich ja selbst dazu. Und ich persönlich bin einfach nicht so der Frontläufer. Also das ist schon auch eine bewusste Entscheidung. Und ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt - vor allem bei Meisterschaften."
Burghardt: "Kann ihre Enttäuschung nachvollziehen"
Eurosport-Expertin Alexandra Burghardt fand tröstende Worte für Mayer: "Ich konnte ihre Enttäuschung gut nachvollziehen", sagte sie: "Sie war bestimmt in einer sehr guten Form und konnte es letztlich nicht zeigen, wie gut sie wirklich drauf gewesen ist. Sie hat viel gearbeitet, hat sich bewusst dafür entschieden, das Feld von vorne anzuführen. Aber acht, neun Minuten vorne im Wind zu laufen ist natürlich sehr kräftezehrend."
Die Cloppenburgerin habe auch aus dem Interview nach dem Rennen gelernt: "Ich bin mir sicher, dass sie es bereut, wie sie es wiedergegeben hat. Sie hat sich auch für ihre Ausdrucksweise entschuldigt. Den Inhalt sehe ich gar nicht so negativ. Sie war sehr überzeugt von sich selbst und ihrer Form", sagte Burghardt: "Es kam einfach unglücklich rüber, weil sie super emotional und aufgelöst war. Sie bereut das bestimmt und wird in Zukunft erst mit Abstand zum Interview gehen."
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(SID)
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