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Leichtathletik-EM - Malaika Mihambo weint nach verpasster Medaille im Weitsprung: "Mein Herz tut weh"
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Update 17/08/2026 um 11:34 GMT+2 Uhr
Bittere Pleite statt dritter Titel: Weitsprung-Star Malaika Mihambo hat zum Abschluss der Leichtathletik-EM ihren Titel verloren und völlig überraschend auch eine Medaille verpasst. Die 32-Jährige kam im Alexander Stadium in Birmingham nicht über 6,94 m hinaus und landete damit in einem hochklassigen Wettbewerb nur auf Platz fünf. Gold ging an die Italienerin Larissa Iapichino.
Im letzten Versuch! Mihambo überragt in der Weitsprung-Quali
Quelle: Eurosport
Das deutsche Team legt eine furiose EM hin - doch ausgerechnet Mrs. Zuverlässig Malaika Mihambo patzt. Die entthronte Weitsprung-Königin will aber wieder angreifen.
"Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man", sagte Mihambo, die nicht mit ihrem Anlauf zurechtkam und bei einem Versuch sogar eine richtige "Arschbombe" gemacht habe: "Pech gehabt. Dumm gelaufen für mich".
Gleichzeitig zeigte sich die 32-Jährige aber für die nächsten Jahre gleich wieder kämpferisch. "Ich bin auf dem Weg, einfach weiterzugehen. Und ich habe auch schon dieses Jahr gesagt, dass ich im Training so gut war wie noch nie, viele Bestleistungen aufgestellt habe. Ich bin wieder fokussiert, motiviert und gebe alles jeden Tag", sagte Mihambo, die zuletzt angekündigt hatte, ihre Karriere bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 fortzusetzen.
Das deutsche Team legt eine furiose EM hin - doch ausgerechnet Mrs. Zuverlässig Malaika Mihambo patzt. Die entthronte Weitsprung-Königin will aber wieder angreifen.
Mihambo erstmals seit 2016 ohne Medaille
Malaika Mihambo weinte bitterlich, ihre Stimme wurde brüchig, kurz blieben ihr ganz die Worte weg - ihre überraschende EM-Pleite hat Deutschlands Weitsprung-Königin total mitgenommen. "Mein Herz tut weh", wimmerte Mihambo - doch sie will kämpfen. Und zurückschlagen. Schon bei der WM im nächsten Jahr und dann auch bei Olympia in Los Angeles 2028.
Doch erst einmal musste all die Enttäuschung raus nach dem verpatzten Auftritt von Birmingham. Mihambo gab alles, doch sie verlor ihren Titel und ging sogar komplett leer aus.
Erstmals seit den Olympischen Spielen in Rio vor zehn Jahren brachte die 32-Jährige keine Medaille mit nach Hause, wenn sie bei einer großen Meisterschaft am Start war. "Man gibt immer einen Teil von sich selbst und von daher tut es auch weh, wenn es mal nicht reicht", sagte Mihambo geknickt.
Eigentlich muss Mihambo niemandem mehr etwas beweisen, in ihrer Karriere hat sie schon alles gewonnen - Olympiasieg in Tokio, zwei Mal WM-Gold, zwei Mal wurde sie Europameisterin und gewann insgesamt neun Medaillen bei großen Meisterschaften.
21 Medaillen für Team Deutschland
Seit 1998 hätten ihre 6,94 m immer mindestens zu EM-Bronze gereicht, doch diesmal landete Mihambo beim Triumph von Larissa Iapichino (7,00/Italien) nur auf Platz fünf - ein völlig ungewohnter Rückschlag für die Mitfavoriten.
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Larissa Iapichino gewann die Goldmedaille im Weitsprung
Fotocredit: Getty Images
Während das deutsche Team mit 21 Medaillen insgesamt eine furiose EM hinlegte und junge Talente Hoffnung auf eine goldene Zukunft machen, patzte ausgerechnet Mrs. Zuverlässig.
Mihambo hatte bisher eigentlich immer abgeliefert und mit ihren Medaillen das Team getragen und der deutschen Leichtathletik allzu oft die Bilanz gerettet. Doch diesmal konnte Deutschlands Sportlerin des Jahres von 2019, 2020 und 2021 auch ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen.
"Aber genau das ist Sport. Gewinnen, verlieren, daraus lernen und weitermachen", sagte Mihambo, die wieder einmal mit ihrem Anlauf nicht zurechtkam und bei einem Versuch sogar eine richtige "Arschbombe" gemacht hat: "Pech gehabt. Dumm gelaufen für mich".
Großes Ziel: Olympia in Los Angeles
Doch Mihambo wäre nicht Mihambo, wenn sie nicht Kraft und Motivation aus diesem Rückschlag ziehen würde.
"Ich werde weiter hart arbeiten. Und ich komme zurück", sagte Mihambo, die in all den Emotionen davon sprach, einen "Trauerprozess" durchgemacht zu haben, ohne dabei konkret zu werden.
Doch nun sei sie wieder "fokussiert, motiviert und gebe alles jeden Tag", sagte Mihambo. Für das große Ziel: Olympia in L.A.
Dort soll die deutsche Leichtathletik nach dem WM-Tiefpunkt von Budapest vor drei Jahren mit null (!) Medaillen auch insgesamt wieder mit der Weltspitze mithalten können.
Das starke deutsche Abschneiden in Birmingham macht Mut auf dem eingeschlagenen Weg, doch wo die "Generation L.A." wirklich steht, wird erst die WM in Peking im nächsten Jahr zeigen. "Wir sind unfassbar stark, es kommt so viel Gutes in der Jugend hinterher. Wir machen echt einen guten Job", sagte Speer-Europameister Julian Weber.
Und dann will es auch Mihambo unbedingt wieder allen zeigen.
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(SID)
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Quelle: TNT Sports
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