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Leichtathletik-EM: Yemisi Mabry und Florian Bremm holen erste Medaillen für Deutschland - Lückenkemper in Tränen
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Update 11/08/2026 um 09:12 GMT+2 Uhr
Deutschlands Leichtathleten erwischen einen Traumstart in die EM: Yemisi Mabry gewinnt im Kugelstoßen Bronze, anschließend läuft Florian Bremm über 5000 Meter sensationell zu Silber. Während die beiden Medaillengewinner jubeln, erlebt Gina Lückenkemper einen bitteren Abend. Die Europameisterin scheitert nach schwierigen Wochen im Halbfinale über 100 Meter.
Silber! Nur Ingebrigtsen schneller als sensationeller Bremm
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Gina Lückenkemper weinte, aber Kugel-Queen Yemisi Mabry strahlte über das ganze Gesicht und Mittelstrecken-Ass Florian Bremm legte den Lauf seines Lebens hin: Die deutschen Leichtathleten haben einen Start nach Maß in die EM hingelegt und durften gleich zwei Medaillen feiern.
Zuerst lieferte wieder einmal Mabry ab, gewann mit 19,50 m wie vor zwei Jahren EM-Bronze und fügte ihrem ganz persönlichen Traumjahr das nächste Highlight hinzu. Dann stürmte Bremm über 5000 Meter sensationell zu Silber.
Während ihr Ehemann Tyler auf der Tribüne mitfieberte, musste sich Mabry im Alexander Stadium nur der alten und neuen Europameisterin Jessica Schilder aus den Niederlanden (20,73 m) und deren Landsfrau Jorinde van Klinken (19,64) geschlagen geben. "Man sollte sich über jede Medaille freuen", sagte Mabry bei der "ARD": "Und die habe ich mir heute hart erkämpft und freue mich darüber."
Auch privat erlebte Mabry in diesem Jahr bereits einen ganz besonderen Moment. Im März heiratete die gläubige Christin den früheren Football-Profi Tyler Mabry und nahm anschließend dessen Nachnamen an. Die Hochzeit machte sie mit Bildern in den sozialen Medien öffentlich, bei der EM trat die Kugelstoßerin erstmals bei einem Großereignis als Yemisi Mabry an.
Kurz danach legte Bremm vor lediglich 13.600 Zuschauern eine taktische Meisterleistung hin. Während der deutsche Rekordhalter Mohamed Abdilaahi verletzt fehlte, nutzte der 25-Jährige clever seine Chance - nur Titelverteidiger und Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen (Norwegen) war einen Tick schneller (13:15,29 Minuten).
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Der Stoß zu Bronze: Mabry holt erste deutsche Medaille
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Bremm läuft sensationell zu Silber
Doch Bremm konnte auch so sein Glück kaum fassen, nach 13:15,60 Minuten war sein größter Erfolg der Karriere perfekt. Fassungslos warf er sich auf die blaue Bahn, anschließend genoss er den Moment mit der schwarz-rot-goldenen Fahne um den Schultern.
"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist Wahnsinn, dass ich jetzt hier stehe. Ich habe davon immer geträumt", sagte Bremm in der "ARD": "Ich habe intuitiv die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich bin einfach geflasht, dass ich jetzt hier stehe mit dem Ding um den Hals."
Auch Lückenkemper wollte wieder eine Medaille feiern, wie 2018 (Silber) und 2022 (Gold). Doch diesmal musste die 29-Jährige eine Schlappe hinnehmen. Nach ihrem Zeckenbiss hatte Lückenkemper schlichtweg keine Power, so platzte der Traum vom vierten EM-Finale in Serie über 100 Meter. Nach einem erneut schwachen Start kam sie in 11,28 Sekunden nur auf Platz fünf in ihrem Halbfinale, das reichte der Europameisterin von München nicht zum Einzug in den Showdown um den Titel.
Lückenkemper nach Halbfinal-Aus in Tränen
Im Duell mit den schnellsten Frauen Europas konnte Lückenkemper diesmal nicht mithalten, die schwierigen Wochen vor dem Saisonhöhepunkt haben offenbar Spuren hinterlassen. Denn: Lückenkemper war im Juni am Hinterkopf von einer Zecke gebissen worden. Nach eigenen Angaben litt sie danach unter anderem an Problemen mit dem Nervensystem, musste Trainingspausen einlegen und kämpfte auch Wochen später noch mit den Folgen.
Gold holte sich die Lokalmatadorin und Favoritin Amy Hunt. Die Britin setzte sich nach 11,00 Sekunden knapp vor Ewa Swoboda aus Polen (11,02) und Delphine Nkansa (11,06/Belgien) durch.
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Bitter! Lückenkemper verpasst Finale über 100 m deutlich
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"Hier auf der Bahn zu stehen, das ist ja alles andere als selbstverständlich. So ein Startplatz hier bei der EM ist und bleibt einfach nach wie vor etwas Besonderes", sagte Lückenkemper in der ARD mit Tränen in den Augen: "Und deswegen bin ich einfach nur zufrieden, dass ich es überhaupt hierher geschafft habe. Am Ende muss man sich trotzdem für so einen Platz qualifizieren. Den kriegt man auch nicht geschenkt, auch nicht, wenn man das Ding schon mal gewonnen hat. Und deswegen bin ich einfach nur zufrieden. Und das sind Tränen des Glücks gerade."
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(SID)
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Krimi über 100 Meter: Hunt ist die schnellste Frau Europas
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