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Tim Lobinger spricht über Alltag mit Leukämie: "Leben möglichst lange strecken"
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Publiziert 27/07/2020 um 13:35 GMT+2 Uhr
Der frühere Stabhochsprung-Profi Tim Lobinger gibt sich im Kampf gegen seine Blutkrebs-Erkrankung realistisch. "Wenn du einmal an Leukämie erkrankt bist, dann hast du diese Krankheit dein Leben lang. Gesund gibt es für mich nicht mehr", erklärte der 47-Jährige im Interview mit "Spox" und "Goal": "Es geht darum, das Leben möglichst lange zu strecken."
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Beim früheren Welt- und Europameister in der Halle war im März 2017 "eine besonders aggressive Form" der Blutkrankheit Leukämie diagnostiziert worden. Nach fünf Chemotherapien und einer Stammzellenspende galten die Krebszellen zwischenzeitlich als vernichtet, doch im Frühjahr 2018 kehrte die Krankheit in mutierter Form zurück. "Ich werde immer Krebszellen in mir haben, aber aktuell sind diese zum Glück inaktiv", sagte Lobinger.
Er müsse "in kleineren Zyklen denken, das merke ich bei jeder Untersuchung, die ich alle zwei bis vier Wochen habe", bei der Behandlung von Leukämie ginge immer um eine "Erhaltungstherapie". Seine Ziele formuliert Lobinger ganz klar: "Ich habe gerade erst meinem Sohn das Fahrradfahren beigebracht, im nächsten Jahr kommt er in die Schule, da will ich dabei sein. Und auch, wenn er dann auf die weiterführende Schule kommt. Ich möchte möglichst lange Teil einer tollen Familie sein."
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(SID)
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