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Hallen-EM in Torun: Deutsche Athleten verpassen Titel - zwei Mal Bronze im Dreisprung
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Publiziert 08/03/2021 um 00:53 GMT+1 Uhr
Die Hallen-Europameisterschaften in Torun sind am Sonntag ohne einen Titel für die deutschen Leichtathleten zu Ende gegangen. Die Dreispringer Neele Eckhardt-Noack und Max Heß gewannen zum Abschluss der Titelkämpfe jeweils Bronze. Somit holte das deutsche Team insgesamt sechsmal Edelmetall. Ein Titel sprang wie schon vor zwei Jahren nicht heraus.
Sprang bei der Hallen-EM in Torun zu Bronze: Dreispringer Max Heß
Fotocredit: Imago
Vor Heß und Eckhardt-Noack hatten am Samstag Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) im Weitsprung sowie Kevin Kranz (Chemnitz) über die 60 m jeweils Silber geholt. Hanna Klein (Tübingen) über 1500 m und Christina Schwanitz (Erzgebirge) im Kugelstoßen sorgten für weitere Bronzemedaillen.
Bereits vor zwei Jahren hatte bei den Titelkämpfen in Glasgow kein Athlet des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) EM-Gold gewinnen können. Die bislang letzten deutschen EM-Titel unter dem Hallendach gewannen 2017 in Belgrad Cindy Roleder über 60 m Hürden sowie Kristin Gierisch im Dreisprung.
Während der Chemnitzer Heß mit 17,01 m seine bereits dritte Bronzemedaille bei einer Hallen-EM in Folge holte, war mit dem Podestplatz seiner Disziplin-Kollegin Eckhardt-Noack nicht zu rechnen. Die Göttingerin steigerte in einem Zentimeter-Krimi ihre persönliche Bestweite um 35 Zentimeter auf 14,52 m und wurde nur hauchdünn von der neuen Europameisterin Patricia Mamona (Portugal/14,53) sowie der weitengleichen Spanierin Ana Peleteiro (14,52) geschlagen.
"Ich war etwas fassungslos. Mit einer 52 hätte ich nicht gerechnet. Der Sprung schlummerte schon länger in mir, aber es musste natürlich alles passen. Es hätte nicht besser laufen können", sagte die 28-Jährige.
Für einen kuriosen Moment sorgte am Sonntagabend derweil Mehrkämpfer Andreas Bechmann. Zum Abschluss des Siebenkampfes über 1000 m rutschte der Frankfurter mit dem ersten Schritt aus seinem Schuh und bestritt das Rennen mit nur einem Spike. Er rettete sich in 2:47,51 Minuten ins Ziel und beendete den Siebenkampf auf dem sechsten Platz (5995 Punkte).
Bei der nächsten Flugshow des Schweden Armand Duplantis verpasste Stabhochspringer Oleg Zernikel (Landau) als Vierter mit übersprungenen 5,70 m außerdem knapp eine Medaille. Duplantis reichten 6,05 m zum Titel. Der Versuch des 21-Jährigen, seinen eigenen Weltrekord von 6,18 m um einen Zentimeter zu verbessern, scheiterte.
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(SID)
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