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Leichtathletik: Harting, Moguenara, Baumann, Lückenkemper und Co. erleben erfolgreiches Wochenende
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Publiziert 29/05/2016 um 13:06 GMT+2 Uhr
Riesen-Satz von Weitspringerin Sosthene Moguenara, Riesen-Wurf von Diskus-Mann Christoph Harting und zehn erfüllte Olympia-Normen: Deutschlands Leichtathleten haben auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio den Janeiro 2016 (5. bis 21. August) am Wochenende gleich mehrere Achtungszeichen gesetzt. Aber auch die internationale Konkurrenz schlief nicht.
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Beim Diamond-League-Meeting in Eugene im US-Bundesstaat Oregon wurden sieben teils hochkarätige Jahres-Weltbestleistungen aufgestellt.
Dahinter mussten sich Sosthene Moguenara und Christoph Harting allerdings nicht verstecken. Sie setzten sich gut zwei Monate vor den Spielen im kurpfälzischen Weinheim beziehungsweise in Dessau ebenfalls auf Platz eins der Jahres-Weltbestenliste.
Drittbester Sprung in Deutschlands Historie
Besonders imposant war Moguenaras Auftritt. Die 26-Jährige flog bei regulärem Rückendwind (1,6 Meter) sensationell auf 7,16 Meter und damit auf Platz drei der "ewigen" deutschen Bestenliste. Nur Olympiasiegerin Heike Drechsler (7,48) und Helga Radtke (7,21) sprangen weiter.
"Es wird einige Tage dauern, bis ich begriffen habe, was mir gelungen ist", sagte Moguenara dem Mannheimer Morgen:
Moguenara hatte 2014 ebenfalls in Weinheim mit 7,03 Meter ihren zuvor einzigen Sieben-Meter-Wettkampf abgeliefert. Zweite mit 6,78 Meter wurde die Kölnerin Alexandra Wester, die bei ihrem Sprung auf 7,00 Meter aber deutlich zu große Windunterstützung (3,3 Meter) hatte.
De Zordo scheitert, Harting nicht
In Dessau scheiterte Ex-Weltmeister Matthias de Zordo bei seinem Speerwurf-Comeback mit drei ungültigen Versuchen, dafür sprang Christoph Harting in die Bresche. Mit 68,06 Meter verwies der jüngere Bruder des Olympiasiegers Robert Harting Polens Weltmeister Piotr Malachowski (66,52) auf Rang zwei.
Für eine weitere deutsche Topleistung in Weinheim sorgte Sprinthoffnung Gina Lückenkemper. Die Junioren-Europameisterin siegte über 100 Meter bei regulärem Wind in persönlicher Bestleistung von 11,13 Sekunden und unterbot damit die Norm für die Olympischen Spiele. In diesem Jahrtausend war national einzig Ex-Europameisterin Verena Sailer (11,02) schneller als die 19-Jährige.
Die Norm für Rio schaffte auch Jackie Baumann über 400 Meter Hürden. Die 20-jährige Tochter des 5000-Meter-Olympiasiegers Dieter Baumann blieb im belgischen Oordegem in 56,19 Sekunden eine Hundertstelsekunde unter der geforderten Zeit. Bei ihrem Sieg verbesserte die Tübingerin zudem ihre persönliche Bestzeit um 0,43 Sekunden.
Herausragend in Eugene waren vor allem zwei Beinahe-Weltrekorde. US-Hürdensprinterin Kendra Harrison lief in 12,24 Sekunden nur um drei Hundertstel an der knapp 28 Jahre alten Bestzeit der Bulgarin Jordanka Donkowa (12,21) vorbei. Im Rennen über 3000 Meter Hindernis blieb Ruth Jebet (Bahrain) in 8:59,97 als zweite Frau überhaupt unter neun Minuten, verfehlte den Rekord der Russin Gulnara Galkina (8:58,81) nur um 1,16 Sekunden.
Für die weiteren Jahres-Weltbestleistungen auf der vierten von 14 Stationen der Diamond League sorgten 200-Meter-Sprinterin Tori Bowie (USA/21,99 Sekunden), Dreisprung-Olympiasieger Christian Taylor (USA/17,76 Meter), US-Kugelstoß-Weltmeister Joe Kovacs (22,13 Meter), Äthiopiens 5000-Meter-Läufer Muktar Edris (12:59,43 Minuten) sowie über 1500 Meter der Frauen Faith Kipyegon aus Kenia (3:56,41).
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