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Leichtathletik-WM: Leo Neugebauer gewinnt Gold im Zehnkampf - unglaublicher Speerwurf legt Grundstein für Weltmeistertitel
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Update 21/09/2025 um 17:31 GMT+2 Uhr
Mit einem großen Fight auf den Thron: Leo Neugebauer hat sich in Japan zum König der Athleten gekrönt. Ein Jahr nach Olympia-Silber gewann der Stuttgarter bei der Leichtathletik-WM im Zehnkampf-Thriller von Tokio nach einem Kraftakt über die abschließenden 1500 m mit 8804 Punkten Gold, der 25-Jährige setzte sich damit knapp vor Ayden Owens-Delerme (8784/Puerto Rico) durch.
Entscheidung über 1500 Meter: Neugebauer holt Gold im Zehnkampf
Quelle: Eurosport
Leo Neugebauer holte unter dem Jubel der Fans noch einmal alles aus sich heraus, er torkelte auf den letzten Metern irgendwie ins Ziel, sank zu Boden. Ein Rollstuhl wurde eigens herbeigebracht für Neugebauer, den neuen König der Athleten - doch der völlig erschöpfte Zehnkampf-Weltmeister erhob sich, um die ersehnte Goldmedaille in Empfang zu nehmen.
Mit einem absoluten Kraftakt über die abschließenden 1500 m erfüllte sich der Stuttgarter seinen großen Traum. "Ich fühle mich fantastisch", rief er über das Stadionmikrofon, als er wieder zu sich gekommen war.
Neugebauer krönte sich in einem packenden Thriller von Tokio zum König der Athleten, ein Jahr nach Olympia-Silber in Paris jubelte der 25-Jährige über den ersten ganz großen Titel seiner Karriere. Er streckte die Arme in den Himmel, legte sich die Deutschland-Fahne um die starken Schultern und schickte Luftküsschen ins Publikum.
Leichtathletik-WM
Neugebauer feiert WM-Gold: "Wenn Karaoke an ist, ist Leo an"
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Nach seinem Coup wollte sich Neugebauer "erstmal ein gutes Bier" genehmigen und schmiedete Party-Pläne: "Und dann schauen wir mal, was der Abend noch so bringt". Die zwei Zehnkampf-Tage "waren verrückt. Oh mein Gott, was da alles passiert ist", sagte Neugebauer mit seiner Medaille um den Hals: "Ich habe einfach Spaß gehabt, einfach mein Ding gemacht und jetzt stehe ich hier mit Gold."
Knappste Entscheidung der WM-Geschichte
Mit nur 20 Punkten Vorsprung setzte sich Neugebauer in der knappsten Zehnkampf-Entscheidung der WM-Geschichte gegen Ayden Owens-Delerme (8784/Puerto Rico) durch. Bronze sicherte sich in einem immens spannenden Wettkampf Kyle Garland aus den USA (8703). Niklas Kaul, der 2019 WM-Gold gewonnen hatte, wurde Vierter (8538).
Neugebauer galt im Vorfeld nicht als Topfavorit auf den Titel, doch der deutsche Rekordhalter präsentierte sich in Japan dann in Topform und leistete sich weniger Patzer als die Konkurrenz.
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Ganz große Gefühle bei der Hymne: Neugebauer bekommt WM-Gold
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Galavorstellung bei Diskus und Speer
Mit einer Galavorstellung im Diskuswurf (56,15 m) und für ihn ganz starken Ergebnissen mit dem Speer (64,34 m) und über die 1500 m (4:31,89 Minuten) zog er auf und davon. Damit gewann Neugebauer am letzten WM-Tag in Tokio mit dem drittbesten Zehnkampf seiner Karriere das erste Gold für das deutsche Team.
Nach Kaul und Torsten Voss, der 1987 in Rom Gold für die DDR gewann, ist Neugebauer der erst dritte Zehnkampf-Weltmeister aus Deutschland.
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"Das ist sensationell!" Neugebauer legt Grundstein für Gold
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Drama um Topfavoriten Skotheim
Neugebauer nutzte bei seinem Coup auch den Patzer seines Rivalen Sander Skotheim aus, der Topfavorit erlebte erneut ein Drama.
Der Norweger, der mit seinen 8909 Punkten als Nummer eins der Welt nach Japan gereist war, stolperte zum Start in den zweiten Wettkampftag über die Hürden, stieß daraufhin ein Hindernis mit den Händen um - und wurde deshalb disqualifiziert. Schon bei Olympia in Paris lag Skotheim auf Goldkurs und blieb dann im Stabhochsprung ohne gültigen Versuch.
Neugebauer trotz Knieproblemen
Auch Neugebauer kämpfte sich in Tokio durch einige Tiefen, nach der Halbzeit klagte er sogar über Knieprobleme - aber der Sonnyboy, der als College-Student mit einem ewigen Lächeln im Gesicht in die Weltspitze stürmte und die Herzen der Fans eroberte, biss sich durch. Und belohnte sich am Ende selbst. In die 1500 m legte Neugebauer alles rein, was er hatte. "Ich wusste genau, was ich laufen musste, egal was es kostet", sagte er.
Neugebauer hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass der Zehnkampf bei der WM eine Wundertüte werden würde - und er sollte Recht behalten. Es könne "alles passieren", hatte er gesagt und dann kam es tatsächlich zu einer Art Fehler-Festival, keiner der Medaillenkandidaten kam ohne Probleme durch - aber Neugebauer leistete sich am Ende die wenigsten Schwächen.
Sich keinen großen Kopf machen, nicht so viel rechnen, sondern "von Disziplin zu Disziplin schauen", war Neugebauers Motto. Und seine Taktik ging auf. Nun sitzt Neugebauer auf dem Zehnkampf-Thron.
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(SID)
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"Weltklasse-Wurf!" Kaul schleudert Speer auf über 78 Meter
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