Leichtathletik-WM 2025 in Tokio: Noah Lyles siegt über 200 Meter und zieht mit viertem Titel mit Usain Bolt gleich

Noah Lyles hat sich zum vierten Mal zum Weltmeister über 200 Meter gekrönt. Damit zog er mit Sprint-Legende Usain Bolt gleich. Bei den Titelkämpfen in Tokio schlug der US-Amerikaner im Finale mit einer Zeit von 19,52 Sekunden seinen Landsmann Kenneth Bednarek. Bronze sicherte sich der Jamaikaner Bryan Levell. Letsile Tebogo verpasste das Podium in 19,65 Sekunden um nur eine Hundertstelsekunde.

Zum vierten Mal in Folge: Lyles wieder Weltmeister über 200 Meter

Quelle: Eurosport

Fünf Tage nach seinem dritten Platz über die 100 Meter war Noah Lyles über die doppelte Distanz wieder einmal nicht zu halten.
Bisher hatte nur Weltrekordler Bolt viermal in Folge WM-Gold über 200 m geholt, die Sprintlegende aus Jamaika triumphierte von 2009 bis 2015. Der neue 100-m-Weltmeister Oblique Seville war in Tokio nicht über die halbe Stadionrunde am Start.
"Ich kann es kaum erwarten, 2027 als einziger Mann fünf 200-Meter-Titel zu gewinnen", sagte Lyles: "Geduld war das Wichtigste heute, ich habe das Rennen kontrolliert. Ich wusste, dass einige der Jungs nervös werden würden, aber ich blieb einfach entspannt und habe meinen Job gemacht. Ich bin stolz darauf, all meine Fähigkeiten zeigen zu können."

WM: Sprint-Double für US-Star

Bei den Frauen machte Melissa Jefferson‑Wooden das Double perfekt, die neue 100-m-Weltmeisterin sicherte sich in beeindruckenden 21,68 Sekunden auch über die 200 m Gold. Silber ging überraschend an die Britin Amy Hunt (22,14). Dritte wurde Titelverteidigerin Shericka Jackson (22,18).
Mit Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) hatte vor zwölf Jahren in Moskau zuletzt eine Sprinterin bei einer WM das Double geholt - Jefferson‑Wooden schaffte dieses Kunststück als erste US-Amerikanerin.
Olympiasiegerin Gabby Thomas (USA) war wegen einer Achillessehnenverletzung nicht am Start.

WM: Krimi im Dreisprung

Im Dreisprung siegte der Portugiese Pedro Pichardo in einem Krimi: Er konterte im letzten Versuch mit 17,91 Metern den Angriff des Italieners Andrea Dallavalle, der ihn in seinem letzten Sprung mit 17,64 Metern kurzzeitig überflügelt hatte.

WM: Abdilaahi scheitert im Vorlauf

Der deutsche Rekordhalter Mohamed Abdilaahi hat bei der Leichtathletik-WM das Finale über 5000 m verpasst. Der 26-Jährige hatte im Vorlauf auf der letzten Runde nichts mehr zuzusetzen und verfehlte als Elfter in 13:44,68 Minuten den zum Einzug in die Entscheidung am Sonntag (12.47 Uhr/MESZ) nötigen achten Platz deutlich. Der frühere deutsche Meister Florian Bremm (Höchstadt/Aisch) schied als 16. (13:31,09) des ersten Vorlaufs aus.
"Das Rennen war sehr unrhythmisch. Ich habe die Taktik eigentlich genauso erfüllt, wie ich sie mitbekommen habe. Dann hat es aber nicht erreicht, weil die anderen am Schluss so stark waren", sagte Abdilaahi in der ARD: "Jetzt heißt es, weiterzuarbeiten, um dann in zwei Jahren das Finale zu erreichen."
Der norwegische Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen, der 2022 und 2023 sowie bei Olympia 2024 triumphiert hatte, hinterließ erneut keinen guten Eindruck, schaffte es aber als Achter in Abdilaahis Rennen ins Finale. Über 1500 m war Ingebrigtsen in Tokio im Vorlauf ausgeschieden.
Abdilaahi hatte im Juni in Monaco den fast drei Jahrzehnte alten deutschen 5000-m-Rekord von Dieter Baumann um 1,07 Sekunden auf 12:53,63 Minuten verbessert. Bei Olympia 2021 in Tokio und bei der WM 2022 war er jeweils im Vorlauf ausgeschieden.
(SID)
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Gold mit Weltjahresbestleistung: Bol eine Klasse für sich

Quelle: Eurosport


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