Auch wenn das Spektakel an der Themse wohl zu einer Hitzeschlacht wird - Olympiasieger Kipchoge will sich endlich seinen Traum erfüllen. Kipchoge sagte:
Alle reden über das Wetter, aber wir müssen alle unter den gleichen Bedingungen laufen. Die Fans werden ein wirklich schönes Rennen sehen.
Trotz der angekündigten Temperaturen von über 20 Grad Celsius - es könnte sogar der heißeste London-Marathon der Geschichte werden.
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Kipchoge ist der bestimmende Mann im Marathon in den vergangenen Jahren, seit September 2013 hat der 33-Jährige kein Rennen mehr über die klassischen 42,195 Kilometer verloren. Schon lange sehnt er sich danach, die 2:02:57 Stunden seines Landmannes Dennis Kimetto (Berlin 2014) zu knacken.
Eines Tages würde ich gerne den Weltrekord laufen,
sagte Kipchoge, der schon 2015 und 2016 in London gewann und vor zwei Jahren den Weltrekord nur um acht Sekunden verfehlte. Neben der Siegprämie von 55.000 US-Dollar würde er für eine neue Bestzeit 125.000 Dollar extra kassieren - hinzu käme dann noch die 100.000-Dollar-Prämie für eine Zeit von unter 2:05 Stunden.
Ich weiß, dass ich den Weltrekord in mir habe, also müssen wir abwarten und sehen, was passiert,
sagte Kipchoge, der vor knapp einem Jahr auf der Formel-1-Rennstrecke im italienischen Monza mit 2:00:25 Stunden die beste jemals gemessene Marathon-Zeit gelaufen war - allerdings unter Laborbedingungen.

Prinz Harry wartet im Ziel

Es ist ein erlesenes Feld, das die Macher des London-Marathons zusammengestellt haben: Vier Läufer haben eine Bestzeit von unter 2:04 Stunden. Neben Kipchoge brach auch Kenenisa Bekele (2:03:03) diese Schallmauer, auf der Bahn sammelte er zudem drei Olympiasiege. Zuletzt war der Berlin-Sieger von 2016 außer Form, doch die Probleme scheint der Äthiopier gelöst zu haben. "Ich bin verletzungsfrei", sagte Bekele.
Ebenfalls am Start ist Vorjahressieger Daniel Wanjiru aus Kenia, der schnelle Guye Adola (2:03:46/Äthiopien) - und natürlich Lokalmatador Mo Farah. Großbritanniens Laufheld konzentriert sich nach seinem Abschied aus dem Stadion jetzt ganz auf die Straße.
"Es ist ein tolles Gefühl, nicht den gleichen Druck wie auf der Bahn zu haben", sagte der 35-Jährige, der sich von seinem umstrittenen Trainer Alberto Salazar getrennt hat und wieder in London lebt: "Wenn die Jungs Weltrekord-Tempo anschlagen, werde ich mitgehen. Warum nicht?" Allerdings ist er mit seiner Bestzeit von 2:08:21 Stunden nur Außenseiter.
Wie Kipchoge will auch Mary Keitany bei den Frauen einen Weltrekordversuch starten. Zu schlagen sind die seit 2003 unerreichten 2:15:25 von Paula Radcliffe. Im Ziel wartet dann wieder königlicher Glanz: Prinz Harry ehrt die Sieger am Buckingham Palace.
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