SID

Männer-Staffel nach Sturz ausgeschieden

Männer-Staffel nach Sturz ausgeschieden
Von SID

12/08/2018 um 20:35Aktualisiert 12/08/2018 um 20:45

Die deutschen Sprinter um den nationalen Rekordhalter Julian Reus haben nach einem üblen Sturz im Vorlauf das Finale über 4x100 m bei der Leichtathletik-EM in Berlin verpasst.

Schlussläufer Lucas Jakubczyk (Berlin) rutschte kurz nach dem letzten Wechsel bei hoher Geschwindigkeit weg und kam hart zu Fall. Reus, der auf ihn übergeben hatte, stürzte über seinen Teamkollegen.

Beide blieben lange auf dem Rasen neben der Laufbahn liegen und wurden behandelt. Reus konnte als Erster die Arena auf Helfer gestützt verlassen, wenig später folgte auch Jakubczyk auf eigenen Beinen, aber mit einem dicken Verband um den Kopf und bandagierter Schulter.

"Lucas Jakubczyk ist nach muskulären Problemen im Oberschenkel gestürzt und hat sich eine Platzwunde zugezogen", zitierte der DLV in einer ersten Mitteilung Verbandsarzt Andrew Lichtenthal: "Julian Reus, der in den Sturz verwickelt war, hat sich eine Schulterverletzung zugezogen. Beide werden derzeit medizinisch versorgt."

Die DLV-Staffel hatte beim Wechsel klar auf Finalkurs gelegen, nun riss aber nach vier EM-Medaillen in Folge seit 2010 die Serie der deutschen Sprinter über 4x100 m. Schnellste im Vorlauf waren die favorisierten Briten in 37,84 Sekunden.

Die deutschen Sprinterinnen um Gina Lückenkemper hatten zuvor souverän das Finale erreicht. Im zweiten Vorlauf kamen die 100-m-Zweite Lückenkemper (Leverkusen), Lisa-Marie Kwayie (Neukölln), Tatjana Pinto (Paderborn) und Rebekka Haase (LV Erzgebirge) in 42,34 Sekunden auf Platz zwei und kämpfen nach der insgesamt zweitbesten Zeit um 21.20 Uhr um eine Medaille.

Großbritannien lief noch ohne die für das Finale geschonte 100- und 200-m-Europameisterin Dina Asher-Smith mit der europäischen Jahresbestleistung von 42,19 Sekunden die schnellste Vorlaufzeit und dürfte im Kampf um Gold nur schwer zu schlagen sein. Die Niederlande mit 200-m-Weltmeisterin Dafne Schippers qualifizierte sich als Zweite hinter den Britinnen im ersten Lauf (42,62).

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