Olympia 2024: Nigerianische Sprinterin Favour Ofili darf wegen versäumter Anmeldung nicht über 100 Meter starten

Der Startschuss über 100 Meter ist bei Olympia 2024 in Paris noch nicht einmal ertönt, da ist das Rennen für Sprinterin Favour Ofili bereits beendet. Weil nigerianische Funktionäre ihre Anmeldung versäumten, darf die 21-Jährige nicht an den Läufen teilnehmen. Nun machte Ofili ihrem Unmut auf Instagram Luft und erinnerte an ein ähnliches Schicksal, das ihr bereits vor Tokio widerfahren war.

Favour Ofili ist sauer auf die Verantwortlichen

Fotocredit: Getty Images

"Ich habe vier Jahre lang für diesen Moment geschuftet. Wofür … dafür, nicht gemeldet zu werden und nicht bei Olympia antreten zu können, weil mich die verantwortlichen Organisationen im Stich gelassen haben?", schrieb Ofili am Mittwochmorgen in den sozialen Medien und schilderte die mehr als frustrierende Situation.
Ihr sei gerade mitgeteilt worden, dass sie trotz ihrer erfolgreichen Qualifikation nicht über 100 Meter an den Start gehen dürfe - aufgrund des Melde-Versäumnisses des nigerianischen Leichtathletikverbandes AFN und des nigerianischen Olympischen Komitees.
Als wäre dies nicht schlimm genug, riss die Situation auch alte Wunden wieder auf. Denn schon bei den Sommerspielen in Tokio durfte Ofili nicht starten, obwohl sie sich qualifiziert hatte.
Der "Mitschuldige" damals? Ebenfalls die AFN, die bei Doping-Tests geschlampt hatte.

Ofili fordert Konsequenzen

"Erinnert euch daran", polterte Ofili auf Instagram und kritisierte die AFN, das NOK und die nigerianische Anti-Doping-Agentur NADC dafür, vor Tokio keine Gelder für Doping-Tests der in den USA trainierenden Athletinnen und Athleten freigegeben zu haben.
Neben der Sprinterin konnten 13 weitere Nigerianer nicht nach Tokio, hob Ofili hervor und konkludierte: "Und jetzt DAS … Wenn die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, kann niemand diesen Organisationen mehr vertrauen."
Immerhin: In Paris ist Ofili zumindest "schon" für die 4x100-m-Staffel gemeldet. Zuvor stehen für sie noch die 200 Meter an. "Ich hoffe, ich bin gemeldet", schrieb die Leichtathletin zum Abschluss und schoss damit einen weiteren Pfeil in Richtung der nigerianischen Funktionäre.
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