Olympia 2024 - Leichtathletik: Drama um Sophie Weißenberg - Achillessehnenriss vor Siebenkampf-Beginn im Olympiastadion

Ganz bitteres Olympia-Aus für Sophie Weißenberg: Die deutsche Leichtathletin hat sich unmittelbar vor Beginn des olympischen Siebenkampfes die Achillessehne im linken Fuß gerissen und kann nicht mit um die Medaillen kämpfen. Während der Vorbereitung auf die erste Disziplin, die 100 m Hürden, trat die Leverkusenerin in ein Hindernis und stürzte. Danach blieb sie auf der lila Bahn liegen.

Siebenkampf-Drama: Weißenberg verletzt sich vor erstem Wettkampf

Quelle: Eurosport

Helfer eilten im Stade de France sofort herbei. Die WM-Siebte von Budapest musste in einem Rollstuhl aus dem Stadion gebracht werden.
Die 26-Jährige, die in Paris ihr Olympia-Debüt geben wollte, schlug sich schockiert die Hände vor das Gesicht und weinte.
Carolin Schäfer, die zweite deutsche Siebenkämpferin in Paris, deutete immer wieder auf Weißenbergs Achillessehne.
"Im Leben einer Sportlerin gibt es nichts Schlimmeres", sagte "ARD"-Experte Frank Busemann zu dem Drama. Die bittere erste Diagnose gab der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) kurze Zeit später bekannt.

Rückreise noch am Donnerstag

"Wir sind sehr, sehr traurig. Das ist für uns extrem tragisch, weil sie aus unserer Sicht vorn mitgespielt hätte. Sie war in einer sehr, sehr guten Form", sagte DLV-Sportvorstand Jörg Bügner dem "SID".
Weißenberg werde noch am Donnerstag zurück nach Deutschland reisen, um bei einem Arzt vorstellig zu werden. Bundestrainer Jörg Roos werde sie dabei begleiten, damit sie in diesem "bitteren Moment nicht allein sein muss", so Bügner.

Wettkampf-Pech für Weißenberg

Bei der EM in Rom hatte Weißenberg im Juni als Vorsichtsmaßnahme den Siebenkampf abgebrochen, um ihren Olympia-Traum nicht zu gefährden.
Auch in Götzis im vergangenen Mai konnte sie den Wettkampf nach einem Strauchler über die Hürden nicht beenden.
Bei der WM 2022 in Eugene gab Weißenberg bei ihrem WM-Debüt nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung auf.

Nur Schäfer verbleibt im Siebenkampf

In Paris ist Deutschland damit lediglich mit einer Athletin im Siebenkampf vertreten: Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Schäfer gibt in Frankreich ihre Abschiedsvorstellung - und legte nach dem Verletzungsschock ihrer Teamkollegin einen soliden Start hin.
Die 32-Jährige, die nach den Olympischen Spielen ihre Karriere beendet, belegt nach vier Disziplinen mit 3719 Punkten den 11. Rang.
In 13,42 Sekunden über die 100 m Hürden lag die Frankfurterin drei Hundertstel über ihrer Saisonbestleistung. Mit übersprungenen 1,71 m im Hochsprung blieb sie leicht unter ihren derzeitigen Möglichkeiten. Nach 14,02 m im Kugelstoßen ließ Schäfer über 200 m 23,85 Sekunden folgen.
Schäfer, die mit WM-Silber 2017 in London den größten Erfolg ihrer Laufbahn feierte, zählt nicht zu den Medaillenkandidatinnen an der Seine.
(SID)

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Quelle: Perform


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