Olympia 2024 in Paris: Kenianerin Faith Kipyegon behält nach Disqualifikation ihre Silbermedaille über 5000 Meter

Gut 800 Meter vor dem Ziel des 5000-Meter-Laufs bei den Olympischen Spielen ereignete sich die eine entscheidende Szene des Rennens: Die Kenianerin Faith Kipyegon geriet mit der Äthiopierin Gudaf Tsegay aneinander und wurde dafür nachträglich disqualifiziert. Doch der Protest des kenianischen Verbandes hatte Erfolg: Kipyegon darf ihre Silbermedaille behalten. Gold ging ebenfalls nach Kenia.

Drama um Kipyegon beim 5000-Meter-Lauf - Chebet gewinnt Gold

Quelle: Eurosport

"Behinderung" lautet die lapidare Erklärung hinter dem Kürzel TR17.1.2., mit der die Mitfavoritin disqualifiziert wurde. Die Wahrheit erschien auf den TV-Bildern weniger klar. Weltrekordhalterin Tsegay wollte an der Kenianerin vorbeiziehen - scherte aber zu früh ein.
Kipyegon fuhr den Arm aus, die Äthiopierin wehrte sich, beide strauchelten kurz. Beide hatten in der Entscheidung keine Chance gegen die neue Olympiasiegerin Beatrice Chebet aus Kenia. Tsegay war schon zuvor abgehängt, Kipyegon verlor im Schlusssprint den Anschluss.
Der kenianische Verband legte unmittelbar nach der Disqualifikation für Kipyegon Protest ein - mit Erfolg. Die ehemalige Weltrekordlerin über 5000 Meter darf ihre Silbermedaille behalten.
Leidtragende dieser Entscheidung war die Italienerin Nadia Battocletti, die somit auf Platz vier landete. Bronze ging an Sifan Hassan aus den Niederlanden.

Nächste chance für Kipyegon über 1500 Meter

Olympiasiegerin Chebet hatte nach den Rennen für ihre Landsfrau gebetet: "Es tut mir so leid für Faith. Ich hoffe, dass ihr Gerechtigkeit zuteil wird. Sie hat nichts falsch gemacht und ich bin sicher, dass sie ihre Medaille bekommt."
Chebets Geget wurde erhört. Silber hat Kipyegon in der Tasche, ihre nächste Chance auf Gold hat sie schon am Dienstag über die 1500 Meter (Live auf discovery+).
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Umstrittene Disqualifikation beim 5000-Meter-Lauf verwirrt Athletinnen

Quelle: Eurosport


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