Olympia 2024 - Leichtathletik: Gina Lückenkemper feiert Bronze mit 4x100-m-Staffel - 100-Meter-Zeit "das i-Tüpfelchen"
Update 10/08/2024 um 12:18 GMT+2 Uhr
Die deutsche Sprint-Staffel hat mit einem fulminanten Auftritt über 4x100 m bei Olympia 2024 in Paris Bronze erobert. Beim Coup im Platzregen wuchsen Alexandra Burghardt, Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase über sich hinaus. Lückenkemper hatte dabei dreifachen Grund zur Freude. Die zweimalige Europameisterin war die schnellste Frau im Finale - und knackte eine besondere Marke.
"Sind um unser Leben gerannt!" Bronze für deutsche Sprinterinnen
Quelle: Eurosport
"Ja!", brüllte Lückenkemper bei Eurosport ins Mikrofon und klatschte mit ihren Staffelkameradinnen ab. Die 27-Jährige - die Deutschland-Fahne stolz über die Schultern geworfen - strahlte über beide Backen.
9,89 Sekunden machten Lückenkemper zur schnellsten Frau im Finale der 4x100-m-Staffel und damit zum Schlüssel des deutschen Bronze-Coups. Von der Tatsache, dass sie in der Kurve erstmals unter zehn Sekunden geblieben war, erfuhr sie erst im Live-TV - es folgte der Gefühlsausbruch.
"Ich weiß gar nicht, wie lange ich dieser Zeit in der Kurve hinterherjage", erklärte sie. "Auf der Geraden bin ich schon unter zehn Sekunden gelaufen und ich wollte das so gerne auch in der Kurve schaffen - geil! Das ist nochmal das i-Tüpfelchen drauf."
Das DLV-Quartett habe sich in der französischen Hauptstadt auf einer Mission befunden und diese letzten Endes erfolgreich abgeschlossen. "Wir haben im Vorfeld gesagt, dass heute 'All or Nothing' ist. Das haben wir auch gemacht", führte sie aus. "Wir sind alle um unser Leben gerannt und haben unser Herz auf der Bahn gelassen. Dafür wurden wir fürstlich belohnt."
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Bronze für Deutschland! 4x100-m-Staffel strahlt im Regen
Quelle: Eurosport
Burghardt: "Medaille zu sechst gewonnen"
Im Moment des sportlichen Erfolgs waren die Bronze-Heldinnen mit ihren Gedanken aber auch bei ihrem Team.
"Wir freuen uns alle erst mal auf unsere Mädels, die uns im Hintergrund unterstützt haben. Damit meine ich Lisa Marie Kwayie und Sophia Junk, die uns hier gestern hervorragend angeschoben hat", erklärte Lückenkemper. "Wir freuen uns, sie in den Arm zu schließen."
Junk war in der Qualifikation die Startläuferin und verhalf der Staffel dort zur viertbesten Zeit. Im Anschluss musste sie für das Finale verletzungsbedingt absagen. Burghardt rutschte an ihre Position - und richtete bei Eurosport warme Worte an die 25-Jährige.
"Sophia hat das super gemacht und uns unterstützt, wo es nur geht. Genauso wie Lisa. Ich bin super dankbar für dieses Team. Wir haben diese Medaille auf jeden Fall zu sechst gewonnen", so Burghardt.
Ein nicht allzu kleines Trostpflaster gab es für Junk: Trotz ihres Ausfalls durfte sie sich aufgrund ihrer Teilnahme am Vorlauf trotzdem über eine Medaille bei der Zeremonie am Freitagabend freuen.
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Sophia Junk, Rebekka Haase, Gina Lückenkemper, Lisa Mayer und Alexandra Burghardt bei der Medaillenzeremonie
Fotocredit: Getty Images
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