Kein Tag wie jeder andere: Carl Lewis zieht bei Olympia 1984 mit Jesse Owens gleich

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Carl Lewis und Jesse Owens. Am 11. August 1984 zog der US-Amerikaner Lewis mit Staffelgold bei den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles mit seinem legendären Landsmann Owens gleich.

Race of Legends Carl Lewis Jesse Owens Usain Bolt

Quelle: Eurosport

Er sollte die Nachfolge von Jesse Owens antreten - und er wurde den Vorschusslorbeeren bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles gerecht. Als erster Leichtathlet seit seinem legendären Landsmann wurde der US-Amerikaner Carl Lewis Olympiasieger über 100 Meter, 200 Meter, im Weitsprung und mit der Staffel.
Über die 100 Meter war er der gefeierte Held. Im Weitsprung kam es zu Unstimmigkeiten, als ihm das Publikum übel nahm, aufgrund seiner unantastbaren Führung schon nach zwei Sprüngen den Wettkampf zu beenden. Das war vergessen, als Lewis nach Gold über 200 Meter seine zweit- und drittplatzierten Landsleute Kirk Baptiste und Thomas Jefferson bei der Siegerehrung mit zu sich aufs oberste Treppchen nahm.
Am 11. August sollte die Krönung mit der 4x100-Meter-Staffel folgen. Das US-Team mit Sam Graddy, Ron Brown, Calvin Smith und Lewis war klarer Favorit, konnte sich eigentlich nur durch einen verpatzten Wechsel selbst schlagen. Doch das geschah nicht. In neuer Weltrekordzeit von 37,83 Sekunden und mit fast acht Zehntelsekunden Vorsprung auf Jamaika holte das Quartett Gold.
Seine Staffelkollegen trugen Lewis anschließend auf den Schultern. "Das war etwas sehr Besonderes für mich. Daran erinnere ich mich am meisten", erklärte Lewis.

Dopingvorwürfe von Smith

Bei einem der anderen Staffelläufer hat sich die Einstellung gegenüber Lewis allerdings geändert. Smith, der in Seoul 1988 über 100 Meter hinter Ben Johnson, Lewis und Linford Christie als Vierter über die Ziellinie lief, bezeichnet sich inzwischen als damals "schnellster Athlet ohne Doping".
In den letzten fünf Jahren seiner Karriere habe er gewusst, dass er gegen Athleten startete, die "auf Drogen waren", so Smith gegenüber "Reuters". Lewis und den anderen wirft er vor, ihn damals um den Sieg und den damit verbundenen Ruhm betrogen zu haben.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung