Olympia 2021: Sprinterinnen mit starkem Start, Hürden-Trio im Halbfinale, Aus für Europameister

Die weltbesten Sprinterinnen haben schon im olympischen 100-m-Vorlauf von Tokio mit absoluten Spitzenzeiten geglänzt, auch das deutsche Duo Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto zog souverän ins Halbfinale ein. Schnellste war am Freitagmittag die Ivorerin Marie-Josee Ta Lou, die bei leichtem Gegenwind in 10,78 Sekunden den Afrika-Rekord ihrer Landsfrau Murielle Ahoure einstellte.

Alexandra Burghardt gewann ihren Vorlauf

Fotocredit: Eurosport

Auch die jamaikanischen Topfavoritinnen überzeugten: Elaine Thompson-Herah, Olympiasiegerin von 2016, war in 10,82 Sekunden Zweitschnellste, Shelly-Ann Fraser-Pryce, die 2008 und 2012 Gold geholt hatte, in 10,84 kaum langsamer.
Die deutsche Meisterin Burghardt (Burghausen) gewann ihren Lauf in guten 11,08 Sekunden, zuvor hatte sich Pinto (Paderborn) in 11,16 als Dritte ihres Laufs für das Semifinale am Samstag (12:15 Uhr MESZ/Finale um 14:50 Uhr MESZ) qualifiziert.
Für Furore sorgten die Schweizer Sprinterinnen. Zuerst egalisierte Mujinga Kabundji in 10,95 Sekunden ihren Landesrekord, wenig später drückte Ajla del Ponte diesen auf 10,91.
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Burghardt sprintet mit Top-Zeit ins 100-m-Halbfinale von Tokio

Quelle: Eurosport

Diskus: Jasinski zittert sich ins Finale

Der Rio-Dritte Daniel Jasinski hat erst nach einer langen Zitterpartie das Diskus-Finale der Olympischen Spiele in Tokio erreicht. Der deutsche Meister aus Wattenscheid kam in der ersten Qualifikations-Gruppe am Freitagmorgen nur auf Platz sieben und blieb mit 63,29 m deutlich unter den für den direkten Finaleinzug geforderten 66,00 m.
Weil aber in der folgenden Gruppe B nur zwei Werfer besser waren, reichte es für den 31-Jährigen auf Rang neun noch zum nötigen Platz unter den besten Zwölf. Hinter Jasinski qualifizierte sich auch Clemens Prüfer (Potsdam) als Elfter (63,18) für die Entscheidung am Samstag (13:15 Uhr MESZ). David Wrobel (Magdeburg) schied als 22. (60,38) aus.
"Das war einfach ein bisschen zu vorsichtig, zu verhalten, die Aggressivität hat gefehlt. Und das reicht dann eben nicht, um eine gute Leistung abzurufen. Das war ein bisschen zu wenig", sagte Jasinski: "Das sind ein, zwei, drei Prozent, und wenn die fehlen, dann ist es hier in der Weltspitze schwierig."
Bester in der Qualifikation war der schwedische Weltmeister Daniel Stahl, der mit 66,12 m als einziger Werfer über der direkten Qualifikationsweite blieb.
Jasinski ist der einzige Medaillengewinner von Rio 2016 im deutschen Leichtathletik-Team für Tokio. Speer-Olympiasieger Thomas Röhler fehlt nach Verletzungsproblemen, der formschwache Diskus-Olympiasieger Christoph Harting wäre als Ersatzmann nur bei einer Verletzung eines Japan-Fahrers eingesprungen.
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Weisshaidinger nervenstark ins Finale: "Genau so geht das!"

Quelle: Eurosport

400 m Hürden: Drei Deutsche im Halbfinale

Norwegens "Wunderläufer" Karsten Warholm hat seinen Angriff auf Olympia-Gold in Tokio mit hart angezogener Handbremse gestartet. Der frischgebackene Weltrekordler gewann seinen Vorlauf über 400 m Hürden ganz lässig in 48,65 Sekunden. Die schnellste Zeit am Freitagmittag erzielte der Katari Abderrahman Samba (48,35).
In Warholms Sog lief der Frankfurter Luke Campbell in guten 49,19 Sekunden auf Rang vier und qualifizierte sich ebenso für das Halbfinale am Sonntag wie der deutsche Meister Constantin Preis (Sindelfingen), der in seinem Rennen ebenfalls Vierter (49,73) wurde, und Joshua Abuaku (Frankfurt), der als Fünfter (49,50) über die Zeitregel weiterkam.
Über 800 m erreichte Katharina Trost als Fünfte ihres schnellen Vorlaufs in 2:00,99 Minuten das Halbfinale am Samstag, die deutsche Meisterin Christina Hering (beide München) schied als Fünfte ihres Rennens in 2:02,23 aus.Ausgeschieden ist der deutsche Serienmeister Karl Bebendorf (Dresden) über 3000 m Hindernis als Elfter seines Vorlaufs in 8:33,27 Minuten.
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400 m Hürden: Preis macht Halbfinale in Tokio perfekt>

Quelle: Eurosport

Hochsprung: Przybylko scheitert in der Qualifikation

Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko (Leverkusen) ist bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio sang- und klanglos in der Qualifikation ausgeschieden.
Der 29-Jährige kam am Freitagmorgen im Olympiastadion nicht über 2,21 m hinaus und blieb deutlich unter den für das Finale am Sonntag geforderten 2,30 m. Auch zu den zwölf Besten, die unabhängig von der Höhe die Entscheidung erreichen, gehörte er nicht.
Przybylko hat seit längerem mit Formschwäche zu kämpfen, drei Jahre nach seinem EM-Gold von Berlin war er in diesem Jahr nicht über 2,23 m hinausgekommen. Auch bei der WM 2019 in Doha hatte der 2,35-m-Springer das Finale verpasst.
Insgesamt 48 Leichtathletik-Entscheidungen stehen bis zum Schlusstag der Spiele an, die Marathons und die Geher-Wettbewerbe werden wegen der erträglicheren klimatischen Verhältnisse im nordjapanischen Sapporo ausgetragen.
(SID)
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Burghardt sprintet mit Top-Zeit ins 100-m-Halbfinale von Tokio

Quelle: Eurosport

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