Eurosport
Olympia 2021: Deutsche Sprinterinnen erreichen Staffel-Finale - Chance auf erste Medaille seit 33 Jahren
Von
Publiziert 05/08/2021 um 04:57 GMT+2 Uhr
Die deutsche Sprinterinnen-Staffel hat souverän das Olympische Finale über 4x100 m erreicht. Mit ihrer Zeit von 42,00 Sekunden dürfen sie sogar auf die erste Medaille für eine deutsche Staffel seit 33 Jahren hoffen. Rebekka Haase (Wetzlar), Alexandra Burghardt (Burghausen), Tatjana Pinto (Paderborn) und Gina Lückenkemper (Berlin) erzielten am Donnerstagmorgen die drittbeste Quali-Zeit.
Tatjana Pinto und Gina Lückenkemper von der 4x100 m Staffel der Frauen
Fotocredit: Getty Images
"Bei den Wechseln ist noch eine Menge Luft, ansonsten war es ein optimaler Start", sagte Pinto im ZDF nach dem Rennen bei brüllender Hitze am Vormittag. Die bislang letzte deutsche Medaille hatte die Staffel der DDR mit Silber 1988 in Seoul gewonnen.
"Ich dachte im Block, dass meine Hände verbrennen", meinte Startläuferin Haase.
Als Schnellste in den Endlauf am Freitag (15:30 Uhr MESZ) zog Großbritannien (41,55) als Sieger im ersten Vorlauf vor den USA (41,90) ein. Jamaika, das Tokios Doppel-Olympiasieger Elaine Thompson-Herah und die 100-m-Zweite Shelly-Ann Fraser-Pryce schonte, schaffte es nach einigen Problemen beim Wechsel als Dritter im ersten Vorlauf (42,15) ins Finale
Die bislang letzte deutsche Medaille hatte die Staffel der DDR mit Silber 1988 in Seoul gewonnen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/05/3194258-65440428-2560-1440.jpg)
Souverän ins Finale: Deutsche Frauen-Staffel gewinnt Vorlauf
Quelle: Eurosport
Olympia: Deutsche Männer-Staffel ebenfalls im Finale, USA enttäuschen erneut
Auch die deutsche Männer-Staffel hat ihr Finale am Freitag erreicht (15:50 Uhr MESZ). Julian Reus (Erfurt), Joshua Hartmann (Köln) Deniz Almas (Wolfsburg) und Lucas Ansah-Preprah (Hamburg) kamen im zweiten Vorlauf in 38,06 Sekunden "nur" auf Platz vier, rutschten aber über die Zeitregel in den Endlauf. Über 4x400 m schied das deutsche Frauen-Quartett am Abend hingegen knapp aus.
Die USA setzten ihre Serie peinlicher olympischer Staffel-Auftritte fort, die nach einem verkorksten Wechsel hinter Deutschland nur auf Platz sechs (38,10) kamen und ausschieden.
2008 waren die Amerikaner im Vorlauf nicht ins Ziel gekommen, 2012 wurde ihnen Silber wegen eines positiven Dopingtest bei Tyson Gay abgenommen, 2016 führte ein Wechselfehler im Finale zur Disqualifikation. Der als Topfavorit über 100 m im Halbfinale ausgeschiedene Trayvon Bromell bleibt damit ohne Tokio-Medaille.
Die beste Vorlaufzeit lief Jamaika (37,82). Italien erzielte mit 100-m-Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs an Position zwei einen Landesrekord (37,95).
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/05/3194326-65441788-2560-1440.jpg)
Deutsche 4x100 m Staffel sprintet ins Finale, USA scheidet aus
Quelle: Eurosport
Olympia: Hochspringerin Jungfleisch im Finale
Die EM-Dritte Marie-Laurence Jungfleisch (Tübingen) ist ins olympische Hochsprung-Finale von Tokio eingezogen. Die 30 Jahre alte Sportsoldatin sprang im zweiten Versuch 1,95 Meter hoch, die zur direkten Qualifikation für das Finale am Samstag (12.35 Uhr MESZ) gefordert waren. Jungfleisch war in diesem Jahr zuvor nicht über 1,90 hinausgekommen.
Die deutsche Meisterin Imke Onnen (Hannover) ist mit 1,86 m ausgeschieden. Insgesamt erreichten 14 Springerinnen das Finale direkt, darunter die beiden Favoritinnen: Die zweimalige Weltmeisterin Marija Lassizkene (ROC) und die erste 19 Jahre alte Vizeweltmeisterin Jaroslawa Mahutschich (Ukraine).
Die Spanierin Ruth Beitia, die 2016 in Rio mit 37 Jahren Gold geholt hatte, ist mittlerweile zurückgetreten.
Das könnte Dich auch interessieren: Wellbrock holt endlich sein erstes Olympisches Gold
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/04/3194133-65437928-2560-1440.jpg)
Fabel-Rekorde bei Olympia geben Rätsel auf: Freimuth nennt Gründe
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung