Olympia in Tokio: Caster Semenya verpasst Norm über 5000 m klar - Start im Sprint vom Tisch

Caster Semenya droht die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu verpassen. Zwar verbesserte Südafrikas Leichtathletik-Star bei den nationalen Meisterschaften in Pretoria ihre Bestleistung über 5000 m auf 15:52,28 Minuten, der 30-jährigen zweimaligen 800-m-Olympiasiegerin fehlen aber dennoch mehr als 40 Sekunden zur Norm für das Saisonhighlight in Japan (15:10:00).

Caster Semenya

Fotocredit: Getty Images

Noch 42,28 Sekunden bis zur Olympia-Norm über die ungewohnten 5000 m. Das ist viel, ziemlich viel. Aber Caster Semenya bleibt cool. "Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Lauf", sagte die Südafrikas Leichtathletik-Star, nachdem sie sich in Pretoria den nationalen Titel über 5000 m gesichert hatte: "Es geht nur darum, Spaß zu haben." Und überhaupt befinde sie sich derzeit im "Formaufbau".
15:52,28 Minuten lief Semenya in der Höhe von Pretoria (1339 m) und damit fast 15 Sekunden schneller als jemals zuvor über die 5000 m, Der Trend geht nach oben. Ende März hatte sie noch 16:14,43 Minuten benötigt. Das nächste Rennen soll, wenn es die Coronavirus-Pandemie zulässt, auf Meereshöhe stattfinden - dort ist die Luft weniger dünn, und die Zeiten sind im Allgemeinen schneller.
Derzeit darf Semenya international nicht über ihre Paradestrecke 800 m an den Start gehen - es sei denn, sie nimmt Medikamente, die ihren Testosteronspiegel senken. Dies schließt sie kategorisch aus. Im Kampf gegen die sogenannte Testosteronregel des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics hatte sie nach einigen juristischen Niederlagen zuletzt Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht. "Alles, worum wir bitten, ist, ein für alle Mal frei laufen zu dürfen als die starken und furchtlosen Frauen, die wir sind und immer waren", sagte sie.
Läuferinnen wie Semenya mit sogenannten "Differences of Sex Development" (DSD) dürfen nach der Regel des Weltverbandes nur dann international auf den Strecken zwischen 400 m und der Meile bei den Frauen starten, wenn sie ihren erhöhten Testosteronspiegel durch die Einnahme von Medikamenten unter einen Grenzwert drücken.

Semenya: Kein Start über 200 m

Vor der Verlegung der Spiele von Tokio ins Jahr 2021 hatte Semenya noch angekündigt, dort über die 200 Meter starten zu wollen. Doch diesen Plan verfolgt sie nicht weiter. "Ich bin 30 Jahre alt und wenn ich sprinten würde, wäre dies ein Risiko für meine Muskeln", sagte Semenya. Über die langen Strecken hätte sie "mehr Zeit, um Konstanz zu finden".
Über 5000 m muss sie aber noch schnell 42,28 Sekunden suchen.
(SID)
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Durchstarten - noch 100 Tage bis zu den Olympischen Spielen in Tokio

Quelle: Eurosport

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