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Olympia 2021: Shelly-Ann Fraser-Pryce ist nach Traum-Start Favoritin auf Sprint-Gold
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Publiziert 30/07/2021 um 12:48 GMT+2 Uhr
Mit 34 Jahren will Shelly-Ann Fraser-Pryce zum dritten Mal Olympia-Gold über 100 m holen. Nach einem erfolgreichen Start in die Olympische Spiele will die Jamaikanerin im großen Sprint Finale ihren letzten Turbo zünden. An Selbstvertrauen mangelt es der jungen Mutter nicht, doch die Konkurrenz bei den Frauen ist stark wie selten zuvor. Das bewiesen bereits die Vorläufe am Freitag.
Shelly-Ann Fraser-Pryce will historisches Gold gewinnen.
Fotocredit: Getty Images
Shelly-Ann Fraser-Pryce kam schnell, lief schnell, verschwand schnell - und zwischendurch dankte die schnellste Mama der Welt nach dem ersten lockeren Sprint in Richtung sportlicher Unsterblichkeit noch höheren Mächten.
"Ich glaube einfach, dass mir Gott ein gewaltiges Geschenk gemacht hat", sagte die Jamaikanerin nach ihrem 100-m-Vorlauf von Tokio, in dem sie unterstrichen hatte, mit stolzen 34 Jahren zum dritten Mal Olympiasiegerin werden zu können.
Die nur 1,52 m große "Pocket Rocket", die 2008 und 2012 bereits den Königssprint gewonnen hatte und dies nun als erste Frau zum dritten Mal schaffen kann, lief am Freitagmorgen lässige 10,84 Sekunden. Die Ivorerin Marie-Josee Ta Lou (10,78) und Fraser-Pryces Landsfrau Elaine Thompson-Herah (10,82), Olympiasiegerin von 2016, waren einen Hauch schneller - an die Leistungsgrenze ging aber niemand.
Das wird im Halbfinale am Samstag (ab 12:15 Uhr live bei Eurosport) und im großen Finale (14.50) sicher anders sein.
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Burghardt sprintet mit Top-Zeit ins 100-m-Halbfinale von Tokio
Quelle: Eurosport
Mit 34 Jahren nochmal an die Spitze
Dass Fraser-Pryce 13 Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg in der Form ihres Lebens läuft, in einem Alter, in dem die meisten Sprinterinnen längst in Rente sind, ist für viele Beobachter höchst erstaunlich. Für die Jamaikanerin selbst hingegen keineswegs. Gott habe sie eben mit körperlicher Haltbarkeit gesegnet, "und das Jahr Pause mit der Geburt meines Sohnes hat mich einfach jünger gemacht", sagte sie am Freitag.
Vor vier Jahren, als sie sportlich schon alles erreicht hatte, brachte sie ihren Zyon zur Welt - und anstatt aufzuhören, startete sie danach richtig durch. Anfang Juni steigerte sie sich in Kingston auf 10,63 Sekunden, nur die sagenumwobene Florence Griffith-Joyner (10,49) war jemals schneller.
In solche Regionen könnte es auch in Tokio gehen, der Frauensprint ist stark wie seit vielen Jahren nicht - auch wenn US-Shootingstar Sha'Carri Richardson nach ihrem Marihuana-Malheur fehlt.
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(SID)
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