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Speerwurf: Olympiasieger Thomas Röhler sagt Start in Tokio wegen Verletzung ab
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Publiziert 28/06/2021 um 10:54 GMT+2 Uhr
Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat seine Teilnahme an den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) wegen einer Rückenverletzung abgesagt. Der Goldmedaillengewinner von Rio 2016 gab seine Entscheidung am Montag bekannt, die Verletzung hatte Röhler im Training erlitten. "Es ist mir unglaublich schwergefallen, Tokio eine Absage zu erteilen.", sagte der 29-Jährige aus Jena.
Thomas Röhler in Doha
Fotocredit: Getty Images
"Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, da ich meinen Sport noch ein paar Jahre auf Top-Niveau ausüben möchte. Mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen würde ich aufgrund der Rückenverletzung zu viel riskieren."
Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), bedauert den Ausfall des Europameisters von 2018. "Die Absage von Thomas Röhler für die Olympischen Spiele in Tokio ist für ihn selbst und für die DLV-Nationalmannschaft sehr, sehr schade, denn als amtierender Speerwurf-Olympiasieger hätte er natürlich gerne seinen Titel verteidigt", sagte Gonschinska. In Johannes Vetter (Offenburg) hat der DLV allerdings noch immer einen klaren Goldfavoriten im Sperrwurf in seinen Reihen.
In diesem Jahr war Röhler nur bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig an den Start gegangen, musste den Wettkampf nach einem ungültigen Versuch jedoch abbrechen. Danach zeigte er sich dennoch zuversichtlich und wollte Tokio keinesfalls abschreiben.
Unglückliches Comeback nach langer Verletzungspause
Der Rücken beschäftigt Röhler schon länger, die Verletzung hat er im Training erlitten. 609 Tage pausierte der Europameister von Berlin 2018, ehe er Anfang Juni bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig neuen Anlauf nahm, aber wieder ausgebremst wurde. Nach nur einem (ungültigen) Versuch brach Röhler den Wettkampf ab, diesmal war es der Brustmuskel, der zwickte.
Dennoch gab sich Röhler zuversichtlich, seinen Start in Tokio wollte er nicht abschreiben. "Ich weiß, was ich trainiert habe", sagte er selbstbewusst: "Das wirft mich kein Stück zurück." Drei Wochen später folgte das Aus - und das bedrückt nicht nur den jungen Familienvater aus Jena.
"Die Absage von Thomas Röhler für die Olympischen Spiele in Tokio ist für ihn selbst und für die DLV-Nationalmannschaft sehr, sehr schade, denn als amtierender Speerwurf-Olympiasieger hätte er natürlich gerne seinen Titel verteidigt", sagte der DLV-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska.
Da Diskus-Olympiasieger Christoph Harting aller Voraussicht nach auch nicht zu den Nominierten gehören wird, fährt das deutsche Team ohne Rio-Sieger zu den Pandemie-Spielen nach Japan (23. Juli bis 8. August). Die dritte deutsche Medaille in Brasilien hatte vor fünf Jahren Diskuswerfer Daniel Jasinski mit Bronze gewonnen, immerhin der deutsche Meister wird zum Aufgebot gehören.
Für Röhler geht es nun darum, die Probleme auszukurieren, er blickt bereits nach vorne. Bei den European Championships im kommenden Jahr in München tritt er an, um seinen EM-Titel erfolgreich zu verteidigen, die WM 2022 in den USA hat er ebenso im Blick wie die Sommerspiele 2024 in Paris. Denn: "Selbst wenn du Olympiasieger bist, sind die Olympischen Spiele immer wieder etwas Besonderes", sagt Röhler.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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