Olympia 2021: Staffel-Drama setzt sich im Finale fort - Sturz und Disqualifikation für deutsches Quartett
Die Dramen um die deutsche Mixed-Staffel haben auch im Olympia-Finale von Tokio kein Ende genommen. Nach den Aufregern zuvor, die eine Achterbahnfahrt der Gefühle bei den Läuferinnen und Läufern ausgelöst hatten, kam im Endlauf ein neues Kapitel hinzu. Ein Sturz und am Ende die Disqualifikation ließen das DLV-Quartett frustriert zurück, statt einem Spitzenplatz bei der Premiere blieb Bitternis.
Corinna Schwab im Mixed-Staffel-Finale von Tokio
Fotocredit: Imago
Nach dem Wirbel am Vortag um die Disqualifikation der USA kam erst am Vormittag des Finaltags die erlösende Kunde, dass ein neuer Protest den Deutschen doch noch einen Platz im Endlauf verschafft hatte. Dort gingen damit neun Staffel ins Rennen um die drei Medaillen, doch das DLV-Quartett konnte nicht in den Kampf eingreifen.
Denn beim zweiten Wechsel stürzte Corinna Schwab, verlor den Staffelstab und auch wenn Nadine Gonska diesen rasch aufnahm und die Staffel das Rennen noch weit hinter der Konkurrenz beendete - die Disqualifikation wegen Bodenberührung des Stabes war die Folge.
"Ich bin irgendwie gestolpert und gefallen und hatte keine Chance mehr, den Stab vernünftig zu übergeben", schilderte Schwab die Szene, "gefühlt hatte Nadine den Stab schon. Dann ist meiner Meinung nach irgendein Bein dazwischengekommen", zitiert "Leichtathletik.de" die Läuferin aus Chemnitz.
Gonska wiederum berichtete, sie "habe gar nicht viel gedacht in dem Moment. Ich habe dann einfach irgendwann den Stab genommen und bin gerannt".
Schlussläufer Manuel Sanders brachte den Staffelstab dann ins Ziel, doch selbst der neunte und letzte Platz wurde der Staffel wenig später aberkannt. "Klar ist das jetzt bitter", bilanzierte er. "Wir hatten echt harte 24 Stunden und wir sind vielleicht ohnehin ein bisschen angeschlagen in das Rennen gegangen. Gestern sind wir alle normal eingeschlafen mit dem Gedanken, dass wir weiter sind. Dann sind wir aufgewacht und haben aufs Handy geschaut und hatten tausend Nachrichten, dass es doch nicht geklappt hat. Das war ziemlich bitter, wir wussten gar nicht, was passiert."
Dann kam einige Stunden später das Grüne Licht für den Finalstart, aber ein happy end wurde es nicht. Doch der Dortmunder wollte auch die positiven Aspekte sehen: "Wir haben bei Null angefangen und waren vor anderthalb Monaten noch nicht mal qualifiziert. Wenn wir jetzt ein, zwei Tage Ruhe haben und ein bisschen runterkommen, dann realisieren wir auch, dass wir zu den neun besten – eigentlich offiziell für uns sogar acht oder sieben besten Nationen der Welt gehören."
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Highlights: Deutsche Mixed-Staffel läuft am Finalticket vorbei
Quelle: Eurosport
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