Eurosport
ISTAF Düsseldorf - "Verrückte Atmosphäre": Gina Lückenkemper und Malaika Mihambo glänzen vor großer Kulisse
Von
Publiziert 29/01/2023 um 21:16 GMT+1 Uhr
Die dritte Auflage des Düsseldorfer Hallen-ISTAF fand erstmals vor großer Kulisse statt - und die Fans pushten Malaika Mihambo und Gina Lückenkemper zu Topleistungen. Während Mihambu in der Rheinmetropole triumphierte, musste sich Europameisterin Lückenkemper nur Ewa Swoboda geschlagen geben. Einem Lokalmatador brachte die Atmosphäre hingegen keinen Auftrieb.
Gina Lückenkemper
Fotocredit: Getty Images
Malaika Mihambo riss die Arme in die Luft, schickte Küsschen ins Publikum und verbeugte sich. Auch Gina Lückenkemper strahlte. "Die Atmosphäre war absolut verrückt", sagte Europas Sprintkönigin nach ihren Topzeiten beim ISTAF Indoor in Düsseldorf, während Weitsprung-Olympiasiegerin Mihambo den Applaus nach ihrem erfolgreichen Schlusssprung "sehr genossen" hatte.
Bereits zum dritten Mal fand das Hallen-Event in der Rheinmetropole statt, erstmals jedoch vor großer Kulisse. 6100 Fans tummelten sich auf den Rängen - und pushten Deutschlands Ausnahme-Leichtathletinnen zu Topleistungen.
Das Publikum sei "einer der Gründe, warum ich so schnell gelaufen bin", sagte Lückenkemper. Noch am Freitag hatte die Düsseldorfer EG hier auf der Eisfläche gestanden, nun wurden die Fans von der blauen Tartanbahn angelockt, auf der die Doppel-Europameisterin ihren ersten Wettkampf seit der Heim-EM in München bestritt. Und der Saisonauftakt gelang: Erst zog Lückenkemper als Vorlauf-Schnellste souverän ins 60-m-Finale ein, dann musste sie sich nur Vorjahressiegerin Ewa Swoboda (Polen/7,18 Sekunden) um zwei Tausendstel geschlagen geben.
"Mit diesen Zeiten habe ich nicht gerechnet", sagte die 26-Jährige überrascht. Denn "schon mit einer Zeit unter 7,30" wäre sie zufrieden gewesen. Schließlich sei sie erst vergangene Woche mit einem "Jetlag" von ihrer Trainingsgruppe aus Florida zurückgekommen.
Auch Malaika glänzt in Düsseldorf
Wie Lückenkemper konnte auch Doppel-Weltmeisterin Mihambo bei ihrem Saisonauftakt glänzen, benötigte dafür aber Anlaufzeit. Nach fünf Sprüngen stand sie bei drei Fehlversuchen und einer Weite von 6,21 m. Doch im letzten Durchgang landete die 28-Jährige bei 6,83 m in der Weitsprunggrube und sicherte sich den dritten Triumph bei der dritten Austragung des Hallen-Events.
"Es hat etwas gedauert, bis ich den richtigen Rhythmus gefunden habe", sagte Mihambo. Letztlich fand sie diesen - ganz im Gegensatz zu Lokalmatador Bo Kanda Lita Baehre. Der Stabhochspringer, der sein Heimspiel im Vorjahr noch gewonnen hatte, schied bereits frühzeitig aus. Bei 5,60 m Höhe war Schluss, zum Einstieg hatte er bei 5,30 m eine Stange gerissen.
Dass er vor den Augen von Familie und Freunden nicht überzeugen konnte, ärgerte den gebürtigen Düsseldorfer, da "man vor heimischem Publikum immer ein bisschen besser sein will". Davon "unterkriegen" lasse er sich nicht. Schließlich hat der Vize-Europameister dieses Jahr noch viel vor.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Bolt stinksauer: Betrogen um fast 10 Millionen Dollar?
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/12/20/3511472-71576608-2560-1440.png)
Lückenkemper überglücklich: "Wie ein Ritterschlag"
Quelle: SID
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung