Olympia - Moderner Fünfkampf: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen Annika Schleu und Kim Raisner auf

Die Staatsanwaltschaft Potsdam nimmt aufgrund einer Anzeige des Deutschen Tierschutzbundes Ermittlungen gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner auf. Das berichtet der "Deutschlandfunk". Es geht um den Vorwurf der Tierquälerei. Schleu hatte bei Olympia versucht, das scheuende Pferd Saint Boy mit Gerte und Sporen zurück in den Parcours zu bringen.

Annika Schleu kriegt Saint Boy im Reiten nicht in den Griff und weint vor Verzweiflung

Fotocredit: Getty Images

Bundestrainerin Raisner habe die Athletin in Tokio "zu dieser tierquälerischen Handlung" aufgefordert, erklärte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, bereits im August.
Schleu habe "das verängstigte und überforderte Pferd mehrfach grob geschlagen und in anschließenden Interviews jede Einsicht vermissen lassen".
Daraufhin erstattete der Verein Anzeige.
Raisner hatte indes ihr Vorgehen und das von Schleu gegenüberdem "SID" verteidigt: "Ich habe gesagt, hau drauf. Aber sie hat das Pferd nicht gequält, in keinster Weise", so die Trainerin.
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"Hau mal richtig drauf!" Bundestrainerin will Schleu helfen und legt selbst Hand an

Quelle: Eurosport

Schleu hatte in Tokio auf Goldkurs gelegen, das ihr zugeloste Pferd Saint Boy verweigerte allerdings mehrfach den Sprung über die Hindernisse auf dem Olympia-Parcours.
Das Ende aller Medaillenträume.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigte laut "Deutschlandfunk" nun, dass man nach der Feststellung eines Anfangsverdachts Ermittlungen gegen Schleu und Raisner aufgenommen habe.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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